Braunbär machte sich über Bienenstöcke her

Otto Hauptmann, St. Jakob im Rosental
Zwei Bienenstöcke fielen in St. Jakob/Rosental dem gefräßigen Tier zum Opfer. Sachschaden: 200 Euro.

Unerwarteten Besuch bekam ein Kärntner Pensionist und Imker in der Nacht zum Samstag: Ein Braunbär wagte sich auf das Anwesen Otto Hauptmanns in St. Jakob im Rosental und labte sich an den Bienenstöcken, die auf einer Wiese standen. Tatzenspuren im Schnee haben den gefräßigen Täter verraten.

Der Sachschaden für den Landwirt beträgt laut Polizei 200 Euro. Die Bienenstöcke waren rund 30 Meter von einem Waldrand aufgestellt, Samstagfrüh bemerkte Hauptmann den Zwischenfall. Laut Polizei war eindeutig ein Bär am Werk: Die Stöcke waren umgeschmissen, die Waben herausgerissen. Auf schattigen, noch schneebedeckten Flächen wurden außerdem Abdrücke von Tatzen entdeckt, die zum Anwesen führten.

In Kärnten, aber auch in der Steiermark tauchen immer wieder Braunbären auf, die aus Italien und Slowenien einwandern. Das Rosental war schon im Vorjahr nahezu zur gleichen Zeit Labestation für Bären: Ende Februar 2012 hat ein Bär in einer Lichtung in St. Jakob zugeschlagen, in Feistritz verspeiste ein Bär am Osterwochenende 2012 Larven und Honig aus einem „Carnica“-Zuchtbienen-Stock im Wert von 500 Euro. Im Sommer gab es Aufregung um Bären, die im steirischen Bezirk Liezen Schafe gerissen haben sollen.

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