Volk stimmte gegen Neubau oder Sanierung

Den „Acker“ des USC Mauerbach sanieren oder im Wienerwald neu bauen: Darüber wurde am Sonntag abgestimmt
Die Zukunft des Fußballplatzes ist somit weiterhin offen.

Die Bürger von Mauerbach, Bezirk Wien-Umgebung, haben entschieden. Knapp 4000 Bewohner waren am Sonntag aufgerufen, bei der Volksbefragung über die Zukunft des Fußballplatzes ihre Stimme abzugeben. Einerseits wurde über einen Neubau abgestimmt, andererseits über eine Sanierung. Beides lehnten die Bürger ab.

Mit mehr als 60 Prozent insgesamt sowie einer Ablehnung in allen vier Sprengeln war die Front gegen den Neubau auf der Feldwiese deutlich. Bei der Sanierung hatten die Gegner allerdings nur 37 Stimmen Überhang.

Bürgermeister Peter Buchner steht zwar weiter hinter den Anliegen des Sportvereins, hatte jedoch im Vorfeld angekündigt, das Ergebnis zu akzeptieren. Während bei den Sportlern die Fragezeichen also bestehen bleiben, herrscht im Lager der Gegner große Freude. "Wir sind froh, dass sich der Einsatz bezahlt gemacht hat. Die Vernunft hat letztlich doch gesiegt", sagt Axel Zuschmann, Sprecher der Bürgerinitiative.

Seitens der Gemeinde lässt man den Verein jedoch nicht im Regen stehen. Laut Buchner müsse es eine Verbesserung geben: "Ich bin jetzt auf die Alternativpläne seitens der Gegner gespannt. Derzeit sehe ich leider keine."

Sessel räumen

Zuschmann bringt die Aussage jedoch in Rage: "Ich mache sicher nicht den Job des Bürgermeisters." Demnach hätte man lediglich die Konsequenzen bei einem Neubau aufgezeigt und Kostenschätzungen abgegeben. Wie ein Alternativkonzept nun aussehen könnte und umgesetzt werden soll, sei Aufgabe des Ortschefs. "Aber wenn er nicht will, soll er seinen Sessel räumen. Dann übernehme ich gern die Funktion."

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