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Das Stift Melk zählt jährlich fast 500.000 Besucher.
Das Stift Melk zählt jährlich fast 500.000 Besucher. - Foto: Stadt Melk

Letztes Update am 04.01.2013, 18:29

Weniger Nächtigungen, aber die Hoteliers investieren. Die Zahl der Nächtigungen ist rückläufig, doch die Stadt bleibt für Touristen attraktiv.

Es war ein Spitzenjahr, das die Stadt wohl so schnell nicht mehr erreichen wird. 63.494 Nächtigungen wurden 2007 gezählt. Seitdem geht die Kurve nach unten und hat sich mittlerweile bei etwas mehr als 52.000 Nächtigungen pro Jahr eingependelt – im Vorjahr waren es von Jänner bis November genau 51.515 Übernachtungen; im Dezember kamen noch rund 1000 dazu. Für Tourismus-Stadtrat Peter Rath aber kein Grund zu verzagen. „Wir sind hochzufrieden, Melk entwickelt sich prächtig. Und tatsächlich darf man sich durch das Minus nicht täuschen lassen. 2007 gab es in der Region viele Großbaustellen, die Arbeiter brauchten Unterkünfte.
Dass Melk für Reisende aus aller Welt nach wie vor interessant ist, beweisen auch die Zahlen aus dem Tourismusbüro, das vergangenes Jahr in die Kremser Straße übersiedelt. 9200 Kundenkontakte sprechen eine deutliche Sprache.

Und für Bürgermeister Thomas Widrich noch wichtiger: Unternehmer investieren in die Stadt. Erst kürzlich erwarben zwei Franzosen das Hotel „Stadt Melk“. Bis Ostern soll das Gebäude renoviert werden. Geplant ist unter anderem ein Zwei-Sterne-Restaurant. „Und auch die Familie Teufner investiert in ihr Hotel. Es soll generalsaniert werden“, sagt Rath.

Hauptplatz

Einer, der die Entwicklung im Tourismus schon aus Berufswegen ganz genau beobachtet, ist Kaffeehaus-Besitzer Markus Mader. Er konnte im Vorjahr ein Plus von 15 Prozent verzeichnen und freut sich auch schon auf weitere Projekte. Schließlich soll der Hauptplatz neu gestaltet und der Hochwasserschutz endlich umgesetzt werden. „Es bewegt sich etwas und das ist gut so“, sagt Mader.
Dass nicht alle glücklich sind über die Baustellen in der Stadt, zeigt die Bilanz der Jugendherberge. Der Bagger-Lärm sorgte für ein Besucher-Minus. „Wenn der Löwenpark endlich eröffnet wird, haben wird das Schlimmste hinter uns“, blickt Leiterin Katharina Busch aber schon wieder positiv in die Zukunft.

(KURIER) Erstellt am 04.01.2013, 18:29

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