Transformation: Kirche von Coop Himmelb(l)au

Die drei großen Öffnungen im Dach sorgen für einen lichtdurchfluteten<br />
Gebetsraum.
Foto: DUCCIO MALAGAMBA/COOP HIMMELB(L)AU

Im niederösterreichischen Hainburg besticht die neue Martin-Luther-Kirche durch außergewöhnliche Formen und starke Präsenz.

Die Entwürfe des österreichischen Architekten Wolf D. Prix (Büro Coop Himmelb(l)au) fallen eigentlich fast immer auf. Seine Bauwerke heben sich von klassischen Projekten durch Originalität hervor. Bestätigung findet diese These auch durch die erst kürzlich fertiggestellte Martin-Luther-Kirche im niederösterreichischen Hainburg. Mitten im Zentrum wurde in weniger als einem Jahr eine evangelische Kirche mit Gottesdienstraum, Gemeindesaal sowie weiteren Nutzräumen errichtet.

Die drei großen Öffnungen im Dach sorgen für einen lichtdurchfluteten<br />
Gebetsraum. Foto: DUCCIO MALAGAMBA/COOP HIMMELB(L)AU Die drei großen Öffnungen im Dach sorgen für einen lichtdurchfluteten
Gebetsraum.

Bei der Gestaltung ließ sich der Architekt von der Form eines riesigen Tisches inspirieren. Wobei die auf vier Stahlstützen positionierte gewölbte Dachkonstruktion auf den Beinen des Tisches ruht. Das geschwungene Element fungiert als Dach des Gebetsraumes und wurde in Anlehnung an die geometrische Form eines benachbarten alten romanischen Karners entwickelt. Im Inneren des Raumes offenbart sich dem Betrachter ein harmonisches Wechselspiel zwischen Licht und Transparenz. Drei überdimensional große Öffnungen im Dach erinnern an Schneckenhäuser und leiten das Licht nach innen. Der Vergleich zwischen der Zahl Drei und der Trinität der christlichen Theologie kann in diesem Fall eher als Zufall gewertet werden.

Die drei großen Öffnungen im Dach sorgen für einen lichtdurchfluteten<br />
Gebetsraum. Foto: DUCCIO MALAGAMBA/COOP HIMMELB(L)AU Die drei großen Öffnungen im Dach sorgen für einen lichtdurchfluteten
Gebetsraum.

In der glasgedeckten Kinderzone befindet sich das Taufbecken. Der angrenzende Gemeindesaal besticht durch Faltwände, die sich über die gesamte Raumbreite der beiden Haupträume erstrecken. Auf der anderen Seite öffnet sich eine gläserne Glasfassade zur Straße hin. Ein lang gestreckter Riegel flankiert die beiden Haupträume und beinhaltet die Sakristei, das Büro des Pastors, eine Küche und weitere Nebenräume. Der skulpturale Glockenturm auf dem Vorplatz bildet das vierte Element des Gebäudeensembles.

www.coop-himmelblau.at

(KURIER) Erstellt am
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