Wohnen
27.08.2017

Park am Naschmarkt

„Team Wien“ stellt ihr erstes Projekt im Rahmen der Vienna Biennale vor. Im Mittelpunkt steht, wie der Wandel in der Arbeitswelt für neue Formen der Zusammenarbeit genutzt werden kann.

„Unter der Woche ist der Parkplatz nur zu 30 Prozent ausgelastet“, sagt Mark Neuner. Gemeinsam mit anderen Kreativen will er herausfinden, wie man den Bereich am Wiener Naschmarkt sinnvoll nutzen kann. Mit der temporären Installation „Park“ soll untersucht werden, welche Nutzungsmöglichkeiten es gibt.

Visionen sollen entwickelt werden

Initiiert wird das Projekt von „Team Wien“ – eine Gruppe von 17 Gestaltern, die sich als Initiative für gemeinschaftliche Stadtentwicklung versteht. Drei Wochen lang (von 1. bis 24. September) soll erforscht werden, wie Zusammenarbeit außerhalb von Konkurrenzdenken und Wettbewerbskultur stattfinden kann. So soll etwa die Frage diskutiert werden, welche Infrastrukturen es in Zukunft für die sogenannte Neue Arbeit braucht, die aufgrund von Digitalisierung und Automatisierung entsteht. Und wo und wie diese Orte in der Stadt geschaffen werden können. Dazu wird eine Art Forum auf dem Parkplatz errichtet: Vier Baukörper werden derzeit gemeinsam mit dem interkulturellen Werkstattprojekt Nut&Feder aufgebaut. Bereits jetzt wird das Team von Passanten auf die Holzkonstruktion angesprochen. „Natürlich gibt es zu Beginn immer Skepsis, aber das positive Feedback überwiegt“, sagt Neuner.

Tägliches Programm geplant

Im Hauptmodul ist ein großer Tisch, der als Whiteboard konzipiert ist, untergebracht. Jeder Bürger ist eingeladen, hier seine Gedanken zur besseren Gestaltung der Umgebung niederzuschreiben. So sollen Ideen für eine gemeinschaftliche Stadtentwicklung gesammelt, öffentlich diskutiert und schlussendlich auch umgesetzt werden. Die weiteren Elemente werden eine Kochstation und eine Bar beherbergen. Zudem wird es eine Bühne für Vorträge, Konzerte oder Lesungen geben. Die kostenlos nutzbaren Stationen können per eMail (hello@park-wien.at) reserviert werden. Außerdem bietet das Team jeden Abend ein breit gefächertes Rahmenprogramm aus Workshops, Diskussionen und Kinofilmen an. Finanziert wird „Park“ zu je einem Drittel durch Crowdfunding, Förderungen und Eigenkapital. Die Ergebnisse werden beim IBA Talk in Wien ( Internationale Bauausstellung) Ende September präsentiert und ebenso der Stadtverwaltung vorgestellt.

www.parkmachtplatz.at