Diese Männer brachten die Frauen zum Kochen

Diese Männer brachten die Frauen zum Kochen
Kochsendungen sind keine Erfindung unserer Zeit. Im österreichischen Fernsehen gibt es sie seit 1956 und das waren ihre ersten Stars.

Das Fernsehen war noch kein Jahr alt, da wurde auch schon gekocht. Am 6. Februar 1956 flimmerte die erste Folge der "Fernsehküche" über die Bildschirme und wurde zum Dauerbrenner. Sie lief 21 Jahre – bis 29. Dezember 1977. Den Kochlöffel vor der Kamera schwang zum ersten Mal Franz Ruhm. Er war nicht so hyperaktiv wie Jamie Oliver, pfefferte auch keine Pfeffermühle durch die Küche wie Andie und Alex heute. "Die Köche von damals waren alle noch Gentlemen", erzählt Helmut Deutsch, Fachvorstand der Gastgewerbeschule am Judenplatz in Wien. Er hat sie alle noch gekannt – die Fernsehköche der ersten Stunde: Ruhm, Misak, Hofer, Faseth, Hallmann. Damals ging es in der Fernsehküche noch recht bedächtig zu. So knetete Ruhm den Teig noch mit Bedacht und Zärtlichkeit. Und erklärte mit väterlichem Ton, was zu tun ist. Er war bereits medienerfahren, schon in den 20ern sprach er im Radio über die Österreichische Küche. "Das Franz Ruhm Kochbuch", ist heute noch Standard.

Diese Männer brachten die Frauen zum Kochen
Download von www.picturedesk.com am 05.10.2015 (17:00). © -/FIRST LOOK - FLO -- Im Bild: Willi Hallmann. , Archivbild: 1958 - 20080708_PD0586

Ein Kochbuch hat er nie geschrieben, dabei war er einer der bekanntesten Fernsehköche, Helmuth Misak. "Er war ein wunderbarer, gemütlicher Mensch, der ein grandioses Wissen hatte, das er aber nie hervorkehrte", sagt Helmut Deutsch. Ernst Faseth hingegen, der von 1962 bis 1978 150 Sendungen bestritt, war, so Deutsch "der Sir unter den Köchen". Er hat bei Robert Dorré gelernt, der einst Leibkoch von Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand war. Auch sonst war Faseth umtriebig. Unter seiner Leitung errangen Österreichs Köche Goldmedaille um Goldmedaille bei Internationalen Kochkunst-Ausstellungen. Als Lehrer in der Hotelfachschule entließt er Legionen von Spitzenköchen in die Welt und war selbst Präsident des Weltbundes der Kochverbände. Einzigartig aber war Franz Zodl, der seine Schüler nicht nur mit Fachwissen, sondern, auch mit amüsanten Schmankerln beglückte – er war der Entertainer unter den Köchen.

Diese Männer brachten die Frauen zum Kochen
Download von www.picturedesk.com am 05.10.2015 (16:59). (c) First Look - Spannung vor dem Finale: Wer wird ORF-Koch-Champion 2005? Retro-Feeling beim Endspurt der "Frisch gekocht ist halb gewonnen"-Staffel. Das grosse Wettkochen im ORF steuert auf seinen Hoehepunkt zu: Am Freitag, dem 24. Juni 2004, wetteifern die neun Bundeslandsieger der Sendung "Frisch gekocht ist halb gewonnen" um 13.15 Uhr in ORF 2 um den Titel des Koch-Champions 2005. In einer auf 50 Minuten veraengerten Sonderausgabe besucht Peter Tichatschek im Endspurt alle neun Kandidaten sowie Profikoeche der sechsten Staffel in ihren Bundeslaendern. Per Televoting sind die Zuseherinnen und Zuseher aufgefordert, fuer ihren Favoriten zu stimmen. Auch ein ueberraschungsgast wird erwartet, der einen Ausblick auf den "Frisch gekocht"-Kochherbst 2005 gibt. Weitere Hoehepunkte einer hochkaraetigen Finalwoche zum 50. Geburtstag des Fernsehens in Oesterreich: ORF-Starkoeche vergangener Jahrzehnte praesentieren erneut kulinarische Spitzenleistungen. Wer wuesste besser als Franz Zodl, Ernst Faseth, Peter Nidetzky, Brigitte Xander und Elisabeth Engstler, dass das Kochen im TV beim ORF ein beliebtes Dauerthema ist? Bereits im Februar 1956, das junge Medium Fernsehen war noch nicht einmal ein Jahr alt, flimmerte die erste Folge des Dauerbrenners "Fernsehkueche" ueber die damals noch handverlesenen oesterreichischen Bildschirme. Sage und schreibe 21 Jahre lang (bis zum 29. Dezember 1977) begeisterten sich die Zuseher fuer die Expertentipps namhafter Koeche.Im Bild: Franz Zodl. - 20071127_PD0909

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