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Grüne Welt
06/22/2016

Garten richtig bewässern

Damit Rasen und Blumen wachsen und gedeihen muss man sie mit ausreichend Wasser versorgen. IMMO und Gartenprofi Ludwig Starkl erklären, welche Möglichkeiten es gibt.

von Ankica Nikolić

Gartenfans beschäftigen sich mit vielen Dingen während einer Saison. Aber nichts ist umstrittener als das Thema Bewässerung. Es kursieren dazu unzählige Philosophien und Gerüchte. Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass der ideale Zeitpunkt an bestimmte Tageszeiten gekoppelt ist. Dies kann Gartenprofi Ludwig Starkl eindeutig widerlegen: "Bevor die Pflanze trocken wird und es mehr als 30 Grad Außentemperatur hat, ist es wichtiger, dass die Pflanze überhaupt zu Wasser kommt, als dass man sich an irgendwelche Regeln hält. Wenn ich merke, dass die Blätter schon hängen, dann sollte man bitte sofort gießen und nicht erst auf den Abend warten."

Bei direkter Sonneneinstrahlung gilt es die Erde und nicht Blüten oder Blätter zu befeuchten.

Sonst läuft man Gefahr, dass Tropfen auf dem Laub stehen bleiben. In diesen wird die Wärme gebündelt und es können daraus braune Flecken entstehen, die punktuelle Schäden verursachen. "Viele verstehen den Ausdruck ,von unten gießen‘ falsch und machen den Fehler, das Wasser bei einem Gefäß direkt in die Untertasse zu füllen, doch das ist nicht richtig. Im Idealfall verteilt man es gleichmäßig an der Erdoberfläche, damit es auch gleichmäßig wieder abfließt und die Wurzeltriebe ausreichend versorgt werden können", erklärt Starkl.

Zur Entscheidung, ob man in der Früh oder am Abend gießen sollte, gehen die Expertenmeinungen stark auseinander – beides hat Vor- und Nachteile. Über Nacht hat die Pflanze genügend Zeit, ihre Zellen mit Feuchtigkeit aufzufüllen, um so am nächsten Morgen frisch in den Tag zu starten.Allerdings kann sich innerhalb der Fläche Wasser befinden, speziell beim Rasen kann dies zu Pilzbefall führen. Das kann aber widerum vermieden werden, wenn man in der Früh gießt. Denn da kann die Oberfläche rascher abtrocknen, da es auch schneller warm wird. Aber Achtung: Zu spät darf es allerdings auch nicht sein, da das Nass für Pflanzen und Rasen nicht sofort verfügbar ist: "Bei automatisierten Bewässerungssystemen empfehle ich, das Zeitfenster eher zeitiger zu programmieren", sagt der Gartenprofi.

Zu Problemen kann auch kalt temperierte Flüssignahrung führen.

"Nehmen wir an, eine Hortensie ist aufgrund von ganztägiger Sonneneinstrahlung stark erhitzt und ich gieße sie mit eiskaltem Brunnenwasser, dann kann dies an besonders heißen Tagen Schockschäden verursachen." Versorgt man sie allerdings in der Früh, kann dies nicht passieren, weil die Pflanze während der Nacht abgekühlt ist. "Das gilt natürlich nur, wenn wir tatsächlich hohe Temperaturen haben. Bei 25 Grad kann auch etwas kälteres Wasser Blumen nichts anhaben."

Für welche Form der Bewässerung man sich nun entscheidet, ist natürlich sehr individuell.

Die Herkunft der Pflanze spielt dabei eine nicht unbedeutende Rolle. Sorten aus mediterranen Ländern wie Oleander oder Bougainvillea kommen mit wenig Wasser aus, nordische hingegen brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. "Dickes, ledriges Laub kommt in der Regel mit hohen Temperaturen gut zurecht. Umso zarter die Blätter, umso schwerer wird es. Das gibt mir auch Aufschluss darüber, wie intensiv ich bewässern muss und somit auch, welche Methode, die Richtige für meinen Garten ist", sagt Starkl.

Die Verwendung von Tropfschläuchen empfiehlt man vorwiegend bei Stauden- oder Beetbepflanzungen, da deren Blüten oder Blätter nicht zu sehr mit Wasser in Kontakt kommen sollten. Einen Rasen muss man hingegen vollflächig beregnen lassen, deshalb setzt man hier auf Sprüher- und Sprinkleranlagen. "Ein Gemüsebeet muss ständig bearbeitet werden, hier empfiehlt sich immer die klassische Abkühlung mittels Gießkanne", erklärt Starkl.

Die Kosten für eine automatische Lösung unterscheiden sich natürlich je nach Variante.

Bei Grundstücken mit einer Fläche von 300 bis 500 Quadratmeter muss man allerdings mit 2000 bis 3000 Euro rechnen. Mittlerweile lassen sich sogar bestimmte Systeme mittels App navigieren.

Doch selbst bei einer vorprogrammierten Variante dürfen regelmäßige Kontrollgänge nicht fehlen. Nur dadurch kann man sich vergewissern, ob die Dosierung auch tatsächlich passt. "Folgende Faustregel sollten Sie beachten: Fühlen Sie zwei bis drei Zentimeter in die Erde oder ins Gefäß hinein. Ist die Erde noch trocken, ist die Versorgung unzureichend, trifft das Gegenteil zu, haben Sie alles richtig gemacht. Dasselbe gilt im Übrigen auch für den Rasen."Hier zurück zum Themenschwerpunkt.

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