Das handbemalte Schaukelschiff von isle of dogs gibt es in Rosa oder Blau.

© isle of dogs

Kinderzimmer
06/16/2013

Ein neues Nest für die Kleinen

Zimmer für Kinder sollten funktional und gemütlich sein. Mit kleinen Tricks lässt sich das leicht umsetzen.

von Ankica Nikolić

Geordnet, komfortabel und viel Raum für Flexibilität – die Anforderungen an ein Kinder- oder Jugendzimmer scheinen auf den ersten Blick einfach zu sein. Doch viele scheitern am Projekt, für die kleinen Bewohner den perfekten Wohnraum zu gestalten. Meist endet es damit, dass Zimmer mit vielen bunten Möbeln, unflexiblen Accessoires und sperrigen Stauraumlösungen angeräumt werden. Die Gestaltung eines Kinderzimmers wird häufig unterschätzt, denn der Raum wächst mit. Beim klassischen Wohn- oder Schlafbereich hingegen gilt es nur den eigenen Geschmack zu treffen, bei Wohnräumen für Kinder jedoch muss man die Wachstumsschritte berücksichtigen und die damit verbundenen Bedürfnisse bedenken. Die Interessen und der Geschmack des Kindes sollen erkennbar sein. Wichtig ist, dass sich der Raum schnell von einem funktionalen Spiel- oder Lernzimmer in einen gemütlichen Schlafbereich verwandeln lässt.

Sebra

Leander nov 2012 Photo by: Morten Fauerby Fotog…

Sebra

Bodenbelag

Kinder spielen sehr gerne auf dem Boden. Naturfasern wie Sisal oder Seegras sind zwar sehr strapazierfähig, aber zu rau für die Haut. Hochflorteppiche sind bequem, ziehen aber gleichzeitig viel Schmutz und Staub an. Holz- oder Parkettböden hingegen sind praktisch und leicht zu reinigen. Bunte Läufer oder Teppiche machen diese zusätzlich gemütlich. PVC- oder Kautschukböden sind ebenfalls pflegeleicht. Mittlerweile gibt es in diesem Bereich eine große Auswahl an Farben und Mustern. Helle Farben lassen lichtarme und kleine Räume größer wirken. Wählen Sie eher dezente Töne, mit bunten Accessoires kann man den Raum farblich akzentuieren. Die Oberfläche sollte glatt sein, damit Kinder ihre Spielsachen darauf bewegen können und das Material muss belastbar sein.

Wandfarbe

Für ein Babyzimmer etwa wählt man eher helle und warme Töne. Bei älteren Kindern kann man getrost etwas mehr Farbe einsetzen. Sind Spielfiguren wie Spiderman oder Prinzessin angesagt, kann man diese als Wandtattoo anbringen. Bei Teenagern kann man eine Wand mit Tafel- oder Magnetfarbe anmalen, hier bleibt dann ausreichend Platz für Fotos und Poster der Lieblingsbands.

Beleuchtung

Egal, ob groß oder klein – Kinder benötigen unterschiedliche Lichtquellen in ihren eigenen Wänden. Kleinkinder benötigen Nacht- oder Steckdosenlichter. Diese sind mittlerweile in vielen Formen erhältlich – zum Beispiel als Blume oder Mond. Für die Größeren eignen sich etwa auch Lichterketten. Diese können entlang der Gardinenstange oder auf Regalbretter gelegt werden und als Leselicht dienen. Mithilfe eines Dimmers für Decken- oder Wandleuchten kann die Lichtquelle situationsgerecht angepasst werden. Wichtig: Montieren Sie Lampen in kindersicherer Reichweite.

Stauraum

Robuste Möbel und leicht zugängliche Stauflächen sind für jede Altersgruppe ein Thema. Schränke in Normalgröße dürfen nicht zu massiv sein. Höhenverstellbare Fächer und Kleiderstangen passen sich problemlos an jedes Alter an. Körbe und Kisten sind flexible Accessoires, in denen man Spielzeug aufbewahren kann. Mit einem Deckel darauf lassen sie sich rasch zu Sitzflächen umfunktionieren.

Babyzimmer

Neugeborene brauchen in der Regel noch keinen eigenen Raum, da sie die meiste Zeit in der Nähe der Eltern schlafen. Es gibt viele Gitterbetten-Modelle, die mitwachsen. Diese kann man später auch noch benutzen. Kleider werden in Kommoden untergebracht.

Kindergartenzimmer

Aufbewahrungsmöglichkeiten für Spielzeug, ein Bücherregal für die ersten Märchenbücher sowie ein Kleiderschrank sollten fixer Bestandteil der Einrichtung sein. Ein kleiner Tisch mit Stühlen für Mal- und Bastelstunden ist ebenfalls gerade in diesem Alter wichtig. Bodenkissen oder kleine Matratzen können schnell zum gemütlichen Rückzugsort werden. Schaffen Sie einen Bereich, wo Kinder ihre Urkunden, Bilder oder Selbstgebasteltes zeigen können.

Schulkinder

Ein Schreibtisch ist hier die neueste und wichtigste Anschaffung. Dieser sollte nach Möglichkeit mitwachsen, damit man ihn mehrere Schulstufen lang benutzen kann. Versuchen Sie den Lernbereich von Spiel- oder Leseecken zu trennen. Überlegen Sie sich ein strukturiertes Ablagesystem für Schulunterlagen.

Teenager

Kinder sollten bei der Planung mitreden. Viele von ihnen entwickeln ihren eigenen Geschmack, haben Lieblingsfarben oder wünschen sich eine neue Zonierung ihres Wohnbereiches. Pinnwände, Plakatierflächen, Stauraum für technische Wegbegleiter und eine Besucherecke für Freunde müssen berücksichtigt werden.

Zimmer für zwei

Jeder braucht seinen eigenen Bereich, dieser sollte optisch getrennt sein. Jedes Kind besitzt persönliche, wertvolle Schätze, man sollte sie getrennt voneinander in separaten Schränkchen oder Kommoden aufbewahren. Teilen sich etwa Bruder und Schwester ein Zimmer, kann man mit Farben arbeiten. Wenn es darum geht, Platz zu sparen, sind Etagenbetten eine ideale Lösung.

Links

„Die Einrichtung eines Zimmers sollte mit den Kindern mitwachsen können“

Stichwort Nachhaltigkeit: Welche Rolle spielt der ökologische Fußabdruck im Bereich der Kindermöbel?

Die Sicherheitsauflagen für Kindermöbel sind sehr streng. Wir bieten Modelle an, die ausschließlich in Europa produziert werden. Dieses Kriterium wird von Jahr zu Jahr auch für Kunden immer wichtiger.

Mit welchen Vorurteilen werden Sie bei der Planung häufig konfrontiert?

Ein großer Irrglaube ist: Alles, was nicht komplett aus Massivholz ist, ist qualitativ schlecht. Doch das stimmt nicht. Die Kombination macht es aus. MDF-Platten haben zwar einen schlechten Ruf, doch gerade hier gibt es qualitativ große Unterschiede. Bei unseren Produkten werden ausschließlich wasserlösliche Lacke verwendet.

Viele Familien setzen etwa auch auf Etagenbetten. Diese sind aber für Kinder unter vier Jahren nicht geeignet. Bei Arbeitsplätzen für Kinder sollte man beachten, dass die Füße der Kinder Bodenkontakt haben. Damit gewährleistet man eine optimale Sitzposition.

Wie kann ich als Kunde sicher sein, dass die Möbel tatsächlich den europäischen Sicherheitsnormen entsprechen?

Jeder Händler von Kindermöbeln, egal welche Marke er im Sortiment anbietet, sollte ein Zertifikat für die Sicherheitsnormen vorweisen können.

Was hat sich in den letzten Jahren im Bereich Design geändert?

Hersteller produzieren fast keine Mini-Formate mehr. Mittlerweile setzen viele auf mitwachsende Modelle oder integrieren gezielt Elemente in Normalgröße in die Planung. Die Einrichtung sollte mit den Kindern mitwachsen können. Bei der Farbwahl der Einrichtung etwa wird es dezenter und nicht mehr so verspielt. Beliebt sind Grau-, Weiß- oder Taupe-Töne.

www.dieraumelfen.at

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