Chemiefreier Garten-Trend: Der Naturpool

Moderne Form und Badespaß ganz ohne Chemie: Der Naturpool verbindet Ökologie und Design. Die wichtigsten Infos rund um Planung und Bau.

Ein Trend hat sich in den vergangenen Jahren im Teich-Segment durchgesetzt: der Naturpool. Die neue Variante verbindet das, was sich bisher nicht vereinen ließ: Modernes Design und chlorfreie Wasseraufbereitung. 

Im Bild: Naturpool von freiraum* Gartenarchitektur. Wer vom Badespaß im eigenen Garten träumt, sollte sich allerdings nicht mehr allzu lange Zeit lassen. Landschaftsarchitekt Frank Timmermann vom Wiener Spezialisten Grünbau Jakel bestätigt: "Zwei bis vier Wochen muss man für die Planung, drei bis sechs weiter für den Bau rechnen", weiß Timmermann.

Im Bild: Pflanzen und Mikroorganismen sorgen für die Reinigung. Naturpool von Grünbau Jakel. In Form und Funktion orientieren sich die Modelle am schlichten, technisch perfekten Swimmingpool. Nicht die chemische Keule, sondern Pflanzen und Mikroorganismen sorgen dafür, dass das Becken sauber und algenfrei bleibt. "Die ökologische Variante verknüpft die Vorzüge von Pool und Schwimmteich perfekt miteinander", sagt Alexandra Dallinger von freiraum* Gartenarchitektur. 

Im Bild: Schwimm- und Pflanzenzone werden beim Naturpool bewusst voneinander getrennt - wie dieses Beispiel von Living Garden zeigt. Kompakt und geradlinig passen die natürlichen Wasserbecken gut zu schnörkelloser, moderner Architektur und brauchen dabei vergleichsweise wenig Platz. 

Im Bild: Langgezogener Naturpool von Grünbau Jakel. Während man bei einem herkömmlichen Schwimmteich rund 50 Prozent für Pflanzenzone und Filterbereich einplanen muss, kann beim Naturpool die gesamte Wasserfläche zum Baden genutzt werden. "Bei einem Pool von zehn mal vier Metern, rechnet man höchstens mit zehn Quadratmetern für die Filterzone, die auch völlig separat vom Becken platziert werden kann", erklärt Frank Timmermann.

Im Bild: Schlichte Holzplanken unterstreichen den formalen Charakter des natürlichen Wasserbeckens von  freiraum* Gartenarchitektur. Abgesetzt durch Natursteinmauern, Betonelemente oder schlichte Stege kann der sogenannte Regenerationsbereich zum gestalterischen Element im modernen Garten werden.

Im Bild: Eine Kombination aus Beton und Glas umgeben diesen Naturpool von freiraum* Gartenarchitektur. Die Pflanzen für die Reinigungszone sollten mit Sorgfalt ausgewählt werden. "Zyperngras oder Rohrkolben eignen sich gut. Seerosen tun sich im nährstoffarmen Milieu hingegen schwer, für die müsste man einen speziellen Bereich einrichten", weiß Timmermann. Wer sich Blütenpracht wünscht, kann etwa auf die Wasserschwertlilie ausweichen, rät der Experte.

Im Bild: Wer Seerosen und Naturpool kombinieren möchte, muss für die Pflanzen eine separate Zone einrichten (www.livinggarden.at) Schlichte Materialien, wie Kies, Stein oder verschiedene Holzarten spielen im modernen Pool-Segment eine tragende Rolle. Je nach Budget und Vorliebe kann sich der Wasser-Freund zwischen (günstigen) Lärchen-Planken, die sich mit der Zeit verändern und eine Patina entwickeln oder barfußtauglichen Exoten, wie Teak, Ipe oder Cumaru entscheiden.

Im Bild: Die Holzplanken sind Rahmen und Terrasse zugleich. Projekt von Argegarten GmbH. Jeder Garten ist mit Arbeit verbunden – besonders wenn es darin rauschen, plätschern oder fließen soll. Schließlich wollen die Pflanzen gestutzt und das Wasser sauber gehalten werden. Anders als beim Teich können im Naturpool dank automatischer Filter-, Verteiler- und Saugsysteme viele Arbeitsschritte technisch erfolgen. 

Im Bild: Naturpool von  freiraum* Gartenarchitektur. "Die Pflege ist sehr einfach und kann zum größten Teil von Reinigungsrobotern übernommen werden", sagt Alexandra Dallinger. Sie rät, einmal im Jahr einen Qualitätscheck vom Fachmann durchführen zu lassen. 

Im Bild: Tiefgrünes Wasser im Naturpool von  freiraum* Gartenarchitektur. Und Wolfgang Schmid vom Wiener Gartengestalter Living Garden bestätigt: "Ein Naturpool hat gar nichts mehr mit einem arbeitsaufwendigen Schwimmteich zu tun. Zusätzlich können sämtliche Komponenten – von der Gegenstromanlage bis zu Heizung und Beleuchtung – problemlos integriert werden."

Im Bild: Pool mit Einblick dank seitlicher Glasfront von Argegarten GmbH.

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(ce) Erstellt am
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