"Beim Entwerfen denke ich nicht an andere."
Was muss Design bieten können?
In gewisser Weise bietet es ein Stück von uns selbst. Als Gestalter bringst du dich in den Prozess ein, mit all deinen Ansichten. Du bestimmst, aus welchem Material gebaut wird, du bestimmst, welche Proportion der Entwurf annehmen wird und du bestimmst, welche Komponenten dazu benötigt werden. Jedes Stück ist ein Teil deiner Welt, die man dem Käufer frei Haus liefert. Ob sie das spüren, weiß ich nicht, aber ich sehe es so. Beim Entwerfen denke ich nicht an andere, ich denke an die Bedürfnisse, die mit dem jeweiligen Produkt gestillt werden sollen. Erst mithilfe meiner Erfahrung oder meinen Ansichten starten sozusagen die ersten Schritte.
Also ist ein Designprozess eine sehr ichbezogene Angelegenheit?
Ja, zum Teil. Das klingt jetzt vielleicht etwas abschreckend, aber damit meine ich nicht, dass wir als Gestalter so abgehoben sind und nur unsere Ansichten wiedergeben möchten. Es ist viel mehr eine logische Konsequenz, wie Prozesse gestartet werden. Und erst in weiterer Folge kommen dann zusätzliche Aspekte, Einflüsse dazu. Doch auch diese müssen gefiltert werden und das ist die Aufgabe des Designers.
Es geht immer um verschiedene, nie nur um ein Kriterium. Aber Schönheit ist sicherlich ein Aspekt, der mich bei meiner Arbeit eigentlich ständig begleitet.
Schönheit ist relativ, doch wann ist für Sie etwas schön?
„George“ ist ein Stuhl, den Sie für Living Divani entwickelt haben. Worin liegt seine Schönheit?
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