Bioinvasoren werden etwa auf Frachtschiffen in Containern versteckt eingeschleppt

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Wissen Wissenschaft
02/26/2021

Verordnung umsetzen, Boote und Schuhe putzen

Die EU hat es sich zum Ziel gesetzt, die Einschleppung problematischer Neobiota und deren Ausbreitung zu verhindern.

von Hedwig Derka

Sie kommen unabsichtlich oder bewusst in die neue Heimat, via Land und Luft oder zu Wasser in den Containern von Frachtschiffen: Die Verbreitungswege von Bioinvasoren sind grenzenlos. Die Anzahl der Aliens steigt ständig.

„Eindeutig sind Inseln die Hotspots für Neobiota. Auf Hawaii etwa gibt es heute mehr vom Menschen eingeführte Arten als heimische“, sagt Franz Essl, Ökologe an der Uni Wien. Über Jahrmillionen waren Inseln isoliert. Mit der Reisetätigkeit des Menschen änderte sich das schlagartig. Vor allem Wanderratten und Mäuse verursachten dort ein Artensterben. Heute sind die einst unerreichbaren Ziele eingebunden in ein globales Handelsnetz. die Verdrängung geht weiter. Auch der Klimawandel wird manche Art fördern – und andere eliminieren.

Ambitioniert

„Es gibt seit einigen Jahren eine Verordnung der EU, die das Ziel hat, die Einschleppung problematischer Neobiota und deren Ausbreitung zu verhindern. Österreich muss diese ambitioniert umsetzen“, fordert Essl. „Man muss bei Menschen ein Problembewusstsein schaffen“, ergänzt Biologe Wolfgang Rabitsch vom Umweltbundesamt. So sollen etwa Wanderschuhe nur nach gründlicher Reinigung auf neue Wege; Boote oder Angelruten erst nach einer Zwischentrocknung in ein anderes Gewässer. Nicht zuletzt dürfen „Arten, die man im Internet bestellt, keinesfalls ausgesetzt werden“.

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