© Kurier/Gilbert Novy

Wissen Wissenschaft
07/19/2021

Wüstenluft wird immer öfter nach Europa getrieben

Grazer Forscher weisen nach, dass Hitzewellen in Afrika in den vergangenen zwei Jahrzehnten markant zugenommen haben.

Sahara-Staub trübt unseren Himmel, die Wüstenluft treibt auch in Mitteleuropa das Thermometer in schweißtreibende Höhen: Solche Szenarien blühen uns immer häufiger, haben jetzt Forschende der Universität Graz nachgewiesen. Andrea Steiner und ihr Dissertant Mastawesha Engdaw vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel zeigen in einer aktuellen Studie im International Journal of Climatology, dass Hitzewellen in Afrika in den vergangenen zwei Jahrzehnten markant zugenommen haben.

Arme mehr betroffen

„Die Entwicklung übersteigt eindeutig die natürlichen Schwankungen und lässt sich daher auf den menschgemachten Klimawandel zurückführen“, sagt Engdaw. Gerade ärmere Regionen sind durch die extremen Wetterereignisse stark verwundbar: Die Wirtschaft wird belastet, der Migrationsdruck steigt. „Verantwortlich dafür sind wir Industriestaaten, da wir weitaus mehr Treibhausgase emittieren und emittiert haben als zum Beispiel Afrika“, sagt Andrea Steiner. „Die von der EU vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen müssen also dringend umgesetzt werden“, fordert sie.

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