Wissen und Gesundheit
22.01.2018

Wie Kaninchen vergesellschaftet werden

KURIER-Tiercoach Katharina Reitl beantwortet Leserfragen - über scheue Kaninchen und Hunde mit Harnstein.

Wann akzeptiert der Angsthase ein anderes Kaninchen? Was darf die Hündin, die an Harnkristallen leidet, fressen? KURIER-Tiercoach Katharina Reitl gibt Lesern Rat.

Ich habe vor mehr als einem Jahr ein ausgesetztes Kaninchen gerettet. Es lebt seither mit zwei Meerschweinchen bei mir. Vor kurzem holte ich ein junges Kaninchen zu uns, doch die Verpartnerung klappt nicht, das ältere Tier fürchtet sich vor dem neuen. Was soll ich tun?

Leider kann es passieren, dass allein eine neue Umgebung Stress auslöst. Eventuell probieren Sie zuerst, das andere Kaninchen mit seinem Käfig neben den "Angsthasen" zu stellen. Wenn das beide stressfrei tolerieren, können Sie die Futterraufen, Karotten etc. so anbieten, dass sich die Tiere beim Fressen am Gitter näher kommen. Wenn der schreckhafte Vierbeiner dabei normales Verhalten zeigt, könnten Sie in Ihrem speziellen Fall das zweite Kaninchen durchaus zu ihm in den Käfig setzen – natürlich nur unter Aufsicht und kurz. Dafür sollten es mindestens zwei Versteckmöglichkeiten und reichlich frisches Futter oder eine kleine Leckerei zur Beschäftigung geben.

Prinzipiell schreibt das Gesetz bei Kaninchen Mehrtierhaltung vor. Hin und wieder scheitern Vergesellschaftungsversuche.

Unsere Klein-Pudelin, fünf Jahre alt, ist quicklebendig und problemlos, hat aber leider seit einigen Jahren Harnkristalle; das kommt bei kastrierten Hündinnen angeblich oft vor. Was die Ernährung anlangt, frisst sie Markenfutter, Hundeleckerlis und kaut gerne Ochsenziemer, Pferdesehnen, Hühnerfüße etc. Ist das gut für sie? Was sollen wir beachten?

Sie können und sollen versuchen, die Kristallbildung bei Ihrer Hündin mit einer gezielten Fütterung zu unterbinden. Es gibt spezielle Diäten, die Sie über Ihren Tierarzt beziehen können. Auch viele Futtermittelfirmen bieten Spezialdiäten inklusive Beratung an. Wenn Sie gerne kochen bzw. rohfüttern, sollten Sie einen Diätetik-Experten aufsuchen.

Die meisten Diäten zielen darauf ab, den pH-Wert des Harnes eng bzw. je nach Art der Kristalle einzustellen. Sinnvollerweise sollten bei Ihrer Hündin mindestens alle vier Wochen Harnuntersuchungen durchgeführt werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Ernährungsplan eventuell anzupassen. Bis auf spezielle Kauartikel zur Beschäftigung und zur Erhaltung der Zahngesundheit sollten Sie neben der Diät nichts anderes füttern.

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