Wissen und Gesundheit
08.08.2017

Weltkatzentag: Damit die Lieblinge entspannt schnurren

Streicheln, Bürsten, Ruhen lassen – was Haustiere (nicht nur) am Weltkatzentag erfreut.

Die Katzensprache ist ein Hund. So hat das Schnurren unterschiedlichste Bedeutungen. Katzen beruhigen sich mit dem niederfrequenten Brummton selbst, sie signalisieren anderen Friedfertigkeit, drücken damit aber genauso Hunger, Angst oder Schmerzen aus. Mimik und Körperhaltung liefern die entscheidenden Hinweise, wie das vibrierende Geräusch zu interpretieren ist. Wenn sich Katzen entspannt strecken, sich kraulen und streicheln lassen, steht das Schnurren für Wohlbefinden. Das macht auch die Halter glücklich.

Das Katzenglück steht erst recht am 8. August im Mittelpunkt. Auf dieses Datum fällt der Weltkatzentag. Seit 2002 weisen Tierschutzorganisationen alljährlich auf das Leid der Streuner sowie auf die Situation der vom Aussterben bedrohten Großkatzen hin. Es finden Veranstaltungen rund um Katzen statt. Manch Haustierbesitzer bietet ein spezielles Verwöhnprogramm.

Streicheln und bürsten

"Viele Katzen lieben es, gestreichelt und gebürstet zu werden", sagt KURIER-Tiercoach Katharina Reitl. Das richtige Hilfsmittel vorausgesetzt: Drahtbürsten irritieren die Haut von Kurzhaarrassen. Ein Noppenhandschuh wiederum richtet bei Langhaarkatzen wenig aus. Besonders empfindliche Tiere genießen eine Baby-Haarbürste.

Eine "Licki Brush" hält Reitl für überflüssig: Die Schleckbürste besteht aus einem Mundstück mit einer genoppten Plastikzunge und soll das Putzen durch die Katzenmutter simulieren. "Die Erfindung ist gut gemeint. Aber dem Vierbeiner ist es vermutlich egal, ob die Bürste von Hand oder Mund gehalten wird", sagt der Zoodoc aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Die Katze hat die Körpersprache des Menschen längst zu verstehen gelernt. Die Bindung ist da. "Man muss sich nicht in eine Katze verwandeln, um einer Katze etwas Gutes zu tun."

Täglich Freude können Halter ihrem Liebling mit einem Kratzbaum bereiten. Die meisten Haustiere schätzen einen eigenen Bereich zum Rückzug und eine Plattform mit Überblick. "Ein Kratzbaum fördert nicht nur das Wohlfühlen, er ist auch für die Gesundheit wichtig", betont Reitl. Am Überzug aus Sisal können die Vierbeiner ihre Krallen schärfen. Das überschüssige Horn splittert ab und wächst nicht in die Ballen ein. Kurze Krallen bewahren zudem vor Verletzungen durch Hängenbleiben. Und das Sofa vor Kratzspuren. Schnurr.