Die Ernährung in der Schwangerschaft wirkt sich auf die Neugeborenen aus.

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Neue Untersuchung

Welche Rolle die Ernährung in der Schwangerschaft spielen kann

Eine Studie an Affen zeigt: Fettreiche Ernährung in der Schwangerschaft kann psychische Störungen beim Nachwuchs auslösen.

07/25/2017, 05:28 AM

Schwangere Frauen haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Kinder. Eine Studie der Oregon Health and Science-University, erschienen in Frontiers of Endocrinology, kommt zur Erkenntnis, dass - zumindest bei Affen - eine fettreiche Ernährung in der Schwangerschaft fatale Folgen haben kann: Neugeborene Affen, deren Mütter sich sehr fettreich ernährt haben, haben demnach ein erhöhtes Risiko für Angststörungen und andere psychische Krankheiten.

Im Rahmen ihrer neun Jahre andauernden Studie trennten die Forscher 65 Affen in zwei Gruppen. Eine Gruppe wurde während der Schwangerschaft stets fettreicher ernährt als die andere. Insgesamt zeugten die Affen 135 weibliche und männliche Nachkommen. Diese wurden nach 11 Monaten untersucht. Bei jenen Jungtieren, deren Eltern fettreich ernährt wurden, beobachteten die Forscher auffallend häufig Angststörungen.

Serotonin im Ungleichgewicht

Neben der Ernährung spielt auch das Gewicht eine große Rolle. Der Neurotransmitter Serotonin ist für die Steuerung von Appetit, Verdauung, Schlaf und Laune verantwortlich. Bei neugeborenen Affen von übergewichtigen Müttern stieß man im Hirn auf Abnormalitäten im Serotonin-System. Die Folgen dieses Ungleichgewichts sind weitreichend: Psychische Probleme halten über Jahre hinweg an - auch wenn die Jungtiere gesund ernährt wurden.

In den USA ist bereits jede zweite Frau vor der Schwangerschaft übergewichtig, auch in Europa steigt die Zahl der jüngeren Frauen mit Übergewicht. Übergewicht in der Schwangerschaft geht oft mit Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen und im schlimmsten Fall mit einer Fehlgeburt einher.

Mütter aufklären

Was aber tun, um zukünftigen Generationen einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen? Man dürfe die Schuld nicht der Mutter geben, sagt Elinor Sullivan, Mitautorin der Studie. Viel mehr brauche es Aufklärung über potentielle Risiken und Unterstützung zu einem gesunden Lebensstil. Vielen Frauen ist gar nicht bewusst, dass sich ihre eigene Gesundheit auf die ihrer Kinder auswirkt. Die Forscher erhoffen sich, durch ihre Ergebnisse mehr Bewusstsein zu schaffen. Was wir unseren Kindern vererben, hängt nämlich nicht nur von unseren Genen, sondern auch von der Ernährung ab.

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