Wissen
19.02.2018

Was Hunden bei Erkältung hilft

Bei Atemwegserkrankungen lindern Thymiantee, Hustensaft und Kochsalzlösung das Leid.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Die kalte Jahreszeit und ihre Begleiter verlangen dem Körper einiges ab, nicht immer hält das Immunsystem der Belastung stand. Hunde müssen bei Wind und Wetter auf die Gasse, in der Hundezone besteht erhöhte Ansteckungsgefahr, auch Menschen können Überträger sein. Erkältungssymptome machen denn auch Haustieren zu schaffen.

Häufige Erkrankung durch Viren

" Atemwegserkrankungen sind relativ häufig", weiß Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach kennt die Auslöser und Gefahren und erklärt, wie den vierbeinigen Patienten geholfen werden kann.

Halsweh

"Bei Hunden verursachen meist Viren die Verkühlung, sekundär kommen dann oft noch Bakterien dazu", sagt Reitl. Schmerzt der Hals, vermeiden Hunde jedes überflüssige Schlucken. Dadurch wird die ohnehin schon gereizte Schleimhaut nicht gereinigt. Die Keime können sich ungehindert vermehren – und bis in die Lunge vordringen.

"Man muss frühzeitig mit Hausmitteln beginnen", rät die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Lauwarme Salbei-, Thymian- oder Käsepappel-Tees wirken entzündungshemmend. Im Akutfall darf ausnahmsweise auch Immunsystem stärkender Honig sein. Ein warmer Halswickel tut ebenfalls gut.

Husten

Plagt Hunde der Husten, hilft Hustensaft. Präparate für Kinder bzw. spezielle Mittel für Haustiere mit Irish Moos und Eibisch dürfen nur in Absprache mit dem Tierarzt verabreichte werden. Die Arzneien erleichtern das Aushusten, beruhigen die gereizten Schleimhäute und bilden eine Schutzschicht im Rachen. Auch ausreichend Luftfeuchtigkeit lindert das Leid. Der Wäscheständer neben dem Hundebett oder eine Wasserschüssel beim Lieblingsplatz entschärfen das trockene Heizungsklima.

Schnupfen

"Mit Hunden ist das Inhalieren etwas schwierig", sagt der KURIER-Tiercoach. Nur wenige Patienten setzen sich freiwillig unter ein Handtuch, um Wasserdampf einzuatmen. Nasentropfen bleiben als Alternative. Ein paar Tropfen Kochsalzlösung, Salbei- oder Kamillentee lassen die Schleimhäute im Riechorgan abschwellen.

Mit Fieber zum Tierarzt

"Wenn Hunde Fieber haben, Atemnot entwickeln oder zwei Tage nichts fressen, müssen sie zum Tierarzt", sagt Zoodoc Reitl. Sonst verhielte es sich wie beim Menschen: "Eine Verkühlung dauert mit Doktor eine Woche, ohne Arzt sieben Tage – da gibt es keine wirkliche Therapie."

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at