Süße Erfrischungs­ge­tränke schaden dem Gehirn

Mixgetränke
Foto: Andre Bonn/Fotolia  

Soft Drinks wirken sich negativ auf die kognitive Fähigkeit aus, zeigen Forscher.

Zuckerhaltige Getränke sind nicht nur schlecht für den Körper, sondern auch für das Gedächtnis. Das zeigen aktuelle Daten der groß angelegten Framingham Heart Study (FHS) mit 4000 Teilnehmern, die nun in den Fachmagazinen Alzheimer's & Dementia und Stroke veröffentlicht wurden. Menschen, die regelmäßig Fruchtsäfte und Limonaden trinken, hätten demnach eher ein schlechteres Gedächtnis und ein kleineres Gehirnvolumen, berichten die Wissenschaftler rund um Neurologen Matthew Pase von der Boston University School of Medicine.

Auch die oft als gesündere Alternative angepriesenen Diät-Drinks sind nicht besser: Wer täglich Diät-Limonaden trinkt, hat ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko für Hirninfarkte und Demenz.

Diabetes

Mittels Magnetresonanztherapie und kognitiver Tests wurde die Gehirnaktivität der Studienteilnehmer gemessen, während sie zuckerhaltige Getränke zu sich nahmen. Dabei wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum und dem Gehirnvolumen sowie Denk- und Erinnerungsvermögen untersucht. Dann beobachteten die Forscher zehn Jahre lang 2888 Teilnehmer über 45 nach einem Gehirnschlag und 1484 über 60 mit Demenz.

Die Forscher hielten fest, dass bereits vorhandene Konditionen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und hoher Blutdruck die Ergebnisse nicht komplett erklärten. Menschen, die öfter Diät-Limonaden konsumierten, hatten auch öfter Diabetes, was wiederum das Demenzrisiko erhöht.

Obwohl die Forscher raten, beim Konsum von Diät-Limonaden und Soft Drinks vorsichtig zu sein, brauche es Folgestudien, um den Zusammenhang zwischen den Getränken und Gehirnschäden definitiv zu klären.

(eurekalert) Erstellt am
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