Männer mit vielen Sexpartnerin­nen haben geringeres Krebs-Risiko

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Foto: konradbak - Fotolia/konradbak/Fotolia Männer, die mit mindestens 20 Frauen schlafen, verringern ihr Prostata-Krebsrisiko.

Eine neue Studie zeigt, warum viel Sex für Männer aus medizinischer Sicht gut sein kann.

Das ist zwar kein Freibrief für die Männerwelt, eifrig auf die Pirsch zu gehen – aber die Herren wird’s freuen: Eine aktuelle kanadische Studie ergab, dass Männer, die mindestens 20 verschiedene Sexualpartnerinnen hatten, weniger oft unter Prostatakrebs leiden – um 28 Prozent.

"Die Häufigkeit der Ejakulation hat durchaus Einfluss auf das Risiko, Prostatakrebs zu entwickeln", sagt der Sexualmediziner Georg Pfau. Das ist durch Studien belegt. Allerdings hänge dies nicht von der Anzahl der Sexualpartner ab – der positive Effekt zeige sich auch bei Masturbation. Die in der Studie besagten zusätzlichen Vorteile durch viele Sexualpartner kann sich Pfau nur dadurch erklären, dass promiske, sexuell sehr aktive Männer mehr Sex haben als jemand in einer fixen Beziehung. Wesentlich sei für die männliche Gesundheit jedenfalls, regelmäßig zu ejakulieren. Die positiven Effekte zeigten sich übrigens nicht bei homosexuellen Männern – ihr Krebsrisiko war sogar verdoppelt. Pfau: "Da geht es um sexuelle Praktiken, die bei Homosexuellen verbreiteter sind und öfter zu Prostataentzündungen führen." Diese seien ein Wegbereiter für Prostatakrebs.

Enthaltsamkeit

Ist Sex nicht auch für Frauen wichtig? "Frauen werden körperlich nicht krank, wenn sie keinen Geschlechtsverkehr und keinen Orgasmus haben", sagt Pfau. Bei Männern wirke sich längere Enthaltsamkeit auf die Prostata-Gesundheit und auf den Testosteronspiegel aus. "Es gilt das Credo: Use it or lose it (engl.: Verwende es oder verliere es). Sonst nehmen schon nach vier bis fünf Tagen Samenqualität und Testosteronhöhe ab. Das ist ein Plädoyer für Masturbation, um die Genitalien instand zu halten."

"Es gilt das Credo: Use it or lose it." Ein gesundes Sexualleben hat dennoch weitreichende Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Mann und Frau. So aktiviert Sexualität das Immunsystem. "Allein beim Küssen werden unzählige Bakterien ausgetauscht und regen die Abwehrkräfte an", sagt Pfau.

Außerdem ist Sex das perfekte Herz-Kreislauf-Training – durchschnittlich 250 Kalorien werden beim Liebesakt verbrannt. Es gibt keine schönere Methode, sich fitzuhalten.

Beim Geschlechtsverkehr und speziell beim Orgasmus werden zudem eine Reihe von Hormonen ausgeschüttet. Serotonin und Endorphine machen glücklich, Melatonin lässt Menschen besser schlafen, das viel gerühmte Oxytocin schafft Vertrauen und festigt die Bindung. "Oxytocin ist eines der wichtigsten Hormone, es ist der Gegenspieler der Stresshormone. Ein Mensch, der geliebt wird, steht besser auf den Beinen, ist belastbarer und geht offener auf andere zu." Nicht umsonst verleiht ein zufriedenes Sexualleben eine positive Ausstrahlung.

Folglich sind Menschen mit einem erfüllten, zufriedenen Sexualleben glücklicher. Dauerhaftes Single-Dasein mache, so Pfau, sogar krank. "Wir sind heute leider eine Gesellschaft der Singles mit gescheiterten Beziehungen. Noch nie wurden so viele Suchtgifte und Psychopharmaka konsumiert." Das kann sogar zum Gefühl, nicht angekommen zu sein, führen. Bis hin zu Depressionen.

"Das Ziel von Sexualität sollte nicht durch Orgasmus-Jagd definiert werden. Das hat eine geringe Rolle für die Bedeutung der Beziehung"

Orgasmus-Jagd

"Lebensglück erreicht man am besten innerhalb einer funktionierenden Beziehung. Und die funktioniert am besten, wenn die Sexualität zufriedenstellend ist." Ein erfülltes Sexualleben ist allerdings nicht mit dem Erreichen von Orgasmen gleichzusetzen. "Das Ziel von Sexualität sollte nicht durch Orgasmus-Jagd definiert werden. Das hat eine geringe Rolle für die Bedeutung der Beziehung", warnt der Sexualmediziner. Bei Sexualität gehe es um intimes Zusammensein – mit dem Ziel, dem Partner zu zeigen, wie sehr man einander liebt und begehrt. "Wie das gestaltet wird, bleibt jedem selbst überlassen – es ist egal, ob man lieber Händchen hält oder Sado-Maso praktiziert." Pfau weiter: "Wir brauchen Sex nicht für den Orgasmus, sondern um Akzeptanz zu erfahren. Sonst könnte jeder ins Bordell gehen – aber das macht nicht glücklich."

20 Fakten über den Penis

1.
Auch ein Penis kann brechen. Bei der Penisruptur reißt der Schwellkörper ein. Meist bei Erektion, wenn der Penis rasch gedreht wird. Prominentes Penisbruch-Opfer war Dieter Bohlen. In seiner Autobiografie schrieb er: „Mein kleiner Dieter wurde blau und sah aus wie ein toter Aal.“ 2.
Achtung: Der menschliche Penis hat keinen Knochen. Im Gegensatz zu vielen Tieren, die einen Os penis, eine Art knöcherner Schwellkörper, besitzen. Etwa Raubtiere, Primaten, große Nagetiere. Menschen haben ihn im Laufe der Evolution verloren. 3.
Wussten Sie, dass dem Penis ein eigenes Theater gewidmet ist? Im „Puppetry of the Penis“, einer australischen Bühnenperformance, stellen die Protagonisten mittels ihres Penis, ihrer Hoden und der Vorhaut verschiedene „Figuren“ dar.
  4.
Die beliebtesten Synonyme für Penis lauten: Schniedel, Schwanz, Ding, Lümmel, Pimmel, Gerät, Joystick, Hugo, Gurke, Lanze, Lustkolben, Willy. Und Salami.
Bild: Der Künstler Erwin Wurm mit seiner Gurke(n-Installation) in Salzburg. 5.
Im Jahr 2004 haben norwegische Sexologen einen Penis-Atlas veröffentlicht, mit dem Ziel, Männern Vergleichsmöglichkeiten zu geben und sie damit von Komplexen zu befreien. 6.
Apropos Komplex: Laut einer relativ neuen Studie kommt es Frauen doch auf die Penisgröße an. Wir sind aber der Meinung, dass das Können zählt. Der kleinste Penis, der im Kinsey-Report verzeichnet wurde, war 2 ½ cm lang, erigiert 7 ½. 7.
So misst man richtig (wichtig für Kondomgröße!): Erigierten Penis an der Oberseite mit einem flexiblen Messband von der Peniswurzel bis zur Spitze messen. Danach den Umfang messen – und zwar ebenfalls an der Peniswurzel. (Bild: Kondomherstellung in China) 8.
Talk of Fame: Angeblich soll Carol Lombard zu ihrem Mann Clark Gable mal gesagt haben: „Wenn dein Ding einen halben Zentimeter kleiner wäre, könntest du dich Queen von Hollywood nennen.“ 9.
Penislängen aus der Tierwelt (erigiert): Gorilla – 3 cm. 10.
Orang-Utan: 4 cm 11.
Großer Tümmler: 45 cm 12.
Elefant: 150 cm. Imposant? Sicher, aber nichts gegen den Blauwal. Der legt noch einmal 100 cm oben drauf. 13.
Das passiert bei der Erektion: Bei Erregung erschlaffen die glatten Muskelzellen in den Schwellkörpern. Das ermöglicht den Penis-Arterien, sich auszudehnen und mit Blut zu füllen. Der Penis wird größer. (Bild: Blutgefäße im Penis) 14.
Forscher wissen, dass der erigierte Durchschnittspenis zwischen fünf und 30 Grad über der Waagerechte steht. Man spricht von „Erektionswinkel“. Mitunter (selten) steht er bis zum Nabel. Mit 70 Jahren hält der Winkel bei 25 Grad. 15.
Die bekannte Sexologin Ruth Westheimer hat zum Thema "Aussehen & Krümmung" einmal gesagt: "Ob nun Ihr Penis aussieht, wie ein Bumerang oder wie ein gerader Pfeil - denken Sie immer daran, dass ein "Ich liebe dich" viel wichtiger ist für Ihre Geliebte, als die Richtung, in die Ihr Penis zeigt." 16.
Alles nur Mythos: Weder Nasen-, noch Fuß- oder Handgröße korrelieren mit der Dimension des Penis. Auch die Schuhgröße spielt keine Rolle. 17.
Was führt dazu, dass der Penis „schrumpft“? Kälte, Zorn oder auch Angst können dazu führen, dass der Hodensack näher zum Körper gezogen wird. Dadurch wirkt das Gesamtkunstwerk einen Hauch kleiner. 18.
Von der richtigen Lagerung eines wichtigen Körperteils: Richtig wäre es, das besten Stück nach oben zeigend zu deponieren. Völlig falsch: Den Penis nach unten wegzudrücken. Übrigens: Bei den meisten Männern ist der Penis nicht gerade. 19.
Die Penisabknickung heißt Penisdeviation. Weitere Fachbegriffe: Penistorsion - Verdrehung des Penis um die Längsachse. Penitis: Entzündung des Penis. Penis Curvatus: angeborene Schiefhaltung des erigierten Penis. 20.
Wunschtraum Penisvergrößerung: Wer den deutschen Begriff googelt, bekommt 184 Millionen Treffer. Doch Achtung: die meisten Angebote im Internet sind unseriös. Es gibt keine anerkannten Methoden, um den Penis zu verlängern.

(kurier) Erstellt am
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