Wissen
15.08.2018

Die Jahre 2018 bis 2022 sollen abnorm heiß werden

Die Hitzewelle 2018 soll laut aktueller Studie kein Ausreißer gewesen sein. Die nächsten Jahre werden wieder heiß.

Die Hitzewelle dieses Sommers macht 2018 zu einem besonders heißen Jahr. Wie eine Studie zeigt, war es aber kein Endpunkt, sondern eher der Auftakt einer heißen Zeit. Für die Jahre 2018 bis 2022 wird aufgrund der aktuellen globalen Erwärmung eine noch wärmere Periode erwartet, wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications berichten.

Eine neue Methode zur Vorhersage der mittleren Temperaturen deutet darauf hin, dass die nächsten Jahre wahrscheinlich heißer als erwartet ausfallen werden. Die neue Methode sagt voraus, dass die mittlere Lufttemperatur in den Jahren 2018 bis 2022 ungewöhnlich hoch sein könnte. Dies liegt insbesondere an einer geringen Wahrscheinlichkeit von intensiver Kälte. Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit von Wärmeereignissen, die unter bestimmten Bedingungen zu einer Zunahme der tropischen Sturmaktivität führen können, ist das Phänomen hinsichtlich der Meeresoberflächentemperaturen noch ausgeprägter.

Statistische Methode

Das von Forschern der University of Brest, der University of Southampton und des Royal Netherlands Meteorological Institute entwickelte System verwendet keine traditionellen Simulationstechniken, sondern eine statistische Methode. Mithilfe dieser wird nach Klimasimulationen des 20. und 21. Jahrhunderts gesucht und Referenzmodelle erstellt. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit dieses Systems erwies sich als zumindest gleichwertig mit den gegenwärtigen Methoden, insbesondere um den Beginn der globalen Erwärmung am Anfang dieses Jahrhunderts zu simulieren.

Sobald der Algorithmus "gelernt" ist (ein Prozess, der ein paar Minuten dauert), werden Vorhersagen in einigen hundertstel Sekunden auf einem Laptop erhalten. Im Vergleich dazu benötigen Supercomputer für traditionelle Simulationsmethoden eine Woche. Im Moment liefert die Methode nur einen Gesamtdurchschnitt, aber die Wissenschaftler möchten ihn nun anpassen, um regionale Vorhersagen zu treffen und zusätzlich zu den Temperaturen die Niederschlags- und Dürretrends zu schätzen.