Spermien als Schwimmwunder

Nur einer kann Gewinner sein - Spermien auf dem Weg zur Eizelle © Bild: fotoliaxrender/Fotolia

Forscher untersuchten Fortbewegungsart von Spermien - das Ergebnis: Ihre Speziellen Bewegungen erzeugen eine Art Magnetfeld.

Spermien sind Bewegungskünstler – sie schwimmen gegen alle Widerstände Richtung Eizelle. Aber nur die Besten kommen auch ans Ziel. Bei einer Ejakulation machen sich an die 50 Millionen Spermien auf die Reise – lediglich 10 von ihnen erreichen die Ziellinie, und nur eines kann Gewinner sein. Laut BBC haben sich englische und japanische Forscher rund um Studienautor Hermes Gadelha nun angesehen, wie sich die Spermien genau fortbewegen. Dabei konnten sie beobachten, dass die Kopf- und Schwanz-Bewegungen ein spezielles Muster erzeugen, das einem Magnetfeld ähnlich ist. Diese Muster sind es, die es dem Spermium mittels Propellerbewegungen ermöglichen, Richtung weibliche Eizelle zu schwimmen.

Raffinierte Navigation

Deutsche Wissenschaftler am Forschungsinstitut caesar in Bonn haben sich vor einiger Zeit wiederum mit der Suchstrategie der Spermien beschäfigt, die Frage ist nämlich wie das Spermium zum Ei findet. Es zeigte sich, dass der Spermienschwanz Samenzellen nicht nur als Motor oder Ruder zur Fortbewegung und Steuerung fungiert. Die Geißel wirkt außerdem als Antenne für die Signalstoffe der Eizelle. Jedenfalls sind sie in der Lage in 3-D zu navigieren. .Wozu man das alles wissen muss? Ganz einfach: Die Erkenntnisse könnten eines Tages helfen, männliche Unfruchtbarkeit zu behandeln.

( kurier.at , GK ) Erstellt am 20.03.2017