Wissen und Gesundheit
02.10.2017

So meistern Hund, Katze & Co den Besuch beim Tierarzt

Haustiere können daheim auf Untersuchungen vorbereitet werden, das erspart allen Stress.

Der Sittich verliert Federn, die Schildkröte frisst nicht, das Kaninchen hat ein Abszess, die Patienten müssen dringend untersucht werden. Der Hund fühlt sich pudelwohl, soll aber keine Flöhe bekommen, die Katze strotzt vor Energie, braucht aber einen Schutz vor Schnupfen.

"Kranke Haustiere haben keine Wahl. Aber auch die Gesunden sollten regelmäßig zum Tierarzt", sagt Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, wie der Besuch in der Praxis für alle Beteiligten möglichst stressfrei gelingt. Ein Routine-Check pro Jahr sollte jedenfalls sein, der Allgemeinzustand gehört überprüft, der Impfplan besprochen.

Wartezimmer

Ein Termin zu Beginn der Ordinationszeit hilft, die Nerven zu schonen. Angsthasen müssen dann nicht im vollen Wartezimmer ausharren. Gerade Vögel und Nager strapaziert die Anwesenheit von Hunden und Katzen. Aber auch ein Spontanbesuch hat Vorteile. Das Unbehagen des Halters vor einer ungünstigen Diagnose überträgt sich dann nicht schon tagelang auf seinen Liebling.

Vorbereitendes Training

"Man kann Vierbeiner sehr gut auf eine Kontrolle vorbereiten", sagt Reitl. Das Training beginnt sinnvollerweise im Welpenalter. Ein Beschnuppern der Ordination ohne Untersuchung, dafür mit Leckerli und Spiel, sorgt für eine positive Grundstimmung. Wer den Tierarzt unterstützen will, gewöhnt den Vierbeiner selbst an die Ohren- und Zahnkontrolle: "Man zieht das Ohr vorsichtig hoch und schaut und riecht hinein. Man hält den Kopf fest, schiebt die Lefzen hoch und berührt eventuell einen Zahn", erklärt der Zoodoc. In der entspannten Atmosphäre der eigenen vier Wände mit einer vertrauten Person und einer Belohnung zum Schluss gelingt die Übung mit Hunden, Katzen und einigen Kleintieren bald.

Das gilt auch für die Gewöhnung an den Transportbehälter. Ob gesund oder krank – Haustiere müssen sicher in die Praxis gebracht werden. Beim Trockentraining locken Leckerlis in die Box, die als Rückzugs-Ruheplätzchen eingerichtet sein kann.

Nerven bewahren

"Im Idealfall kommt das Haustier freiwillig und ohne Gezerre in den Behandlungsraum", sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn: "In neun von zehn Fällen passiert ja fast nichts. In der Regel geht es um einen kleinen Stich und ums Abtasten." Die eventuell notwendige Therapie mit dem verschriebenen Medikament erfolgt schließlich unaufgeregt daheim.

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