Birkenpollen machen Allergikern zu schaffen

© APA/ROLAND SCHLAGER

Frühjahr
03/22/2016

Sechs einfache Tipps, die Allergikern jetzt helfen

Wie man sich vor einer Pollenattacke schützen kann.

Pollenallergien und Heuschnupfen nehmen stark zu, prognostizieren Forscher. Rund 1,6 Millionen Menschen leiden an einer Allergie, zwischen 600.000 und 700.000 Personen sind von Asthma betroffen. „Bei entsprechender Allergie gegenüber Pollen kann es zu beträchtlichen Beschwerden der oberen und unteren Atemwege kommen. Der Nachtschlaf ist häufig gestört, das Wohlbefinden nimmt in dieser Zeit deutlich ab“, weiß der Lungenfacharzt Arschang Valipour, Oberarzt der I. Internen Lungenabteilung am Otto-Wagner-Spital in Wien. Die Gründe für die steigende Zahl an Allergikern sind unter anderem die zunehmende Ozon- und Feinstaubbelastung sowie die Vielzahl an synthetischen Substanzen in unserer Umwelt.

Dennoch gibt es ein paar einfach Tipps zur Prävention:

1. Tageszeit beachten
Mittags ist die Pollenbelastung in der Regel am größten. Es gibt zudem Unterschiede zwischen Stadt und Land: In Städten fliegen meist morgens am wenigsten Pollen, während auf dem Land abends die Pollenbelastung am niedrigsten ist.

2: Nicht im Freien trainieren
Schwere körperliche Anstrengungen im Freien sind in der Zeit des Heuschnupfens tabu. Man atmet sonst zu viele Allergene ein und riskiert Atemnot sowie heftige allergische Reaktionen. Besser: Sport im Fitness-Studio oder im Hallenbad.

3: Kleider am richtigen Ort wechseln
Pollen haften sich auch an die Kleidung. Ziehen Sie sich daher nicht im Schlafzimmer um, sondern eher im Badezimmer. Die Kleidung sollte auch regelmäßig gewaschen werden, wobei die Wäsche wegen der Pollen wiederum nicht im Freien trocknen sollte.

4: Den Regen nutzen
Der Regen spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang.

5: Duschen statt Niesen
Wer den ganzen Tag unterwegs ist, sammelt nicht nur Staub und Schmutz am Körper, sondern auch Pollen. Sie kleben in den Haaren, im Mund und in der Nase. Eine Dusche vor dem Schlafengehen entspannt nicht nur den Geist, sondern auch den allergiegeplagten Körper. Die Allergene landen im Abfluss und nicht im Bett. Wenn Sie auch noch daran denken, Ihre Nase beim Duschen schonend auszuspülen, lösen sich die Pollen von den Schleimhäuten und das Aufatmen kann beginnen.

6. Fenster öffnen, Fenster schließen

Fenster unmittelbar nach einem Regenguss zum Lüften öffnen – die Luft ist dann klar und nahezu frei von Pollen. Nachts sollten Allergiker hingegen die Fenster eher geschlossen halten.

Mehr zum Thema Raumluft finden Sie auf der Plattform "MeineRaumluft.at"

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