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Wissen
06/30/2021

Plattform vermittelt kostenlose Lernhilfe für alle Schüler

In ganz Österreich sollen so Schüler und Nachhilfelehrer zusammenfinden.

von Ute Brühl

Nach diesem nervenaufreibenden Schuljahr dürfen und sollen sich die Schülerinnen und Schüler erst einmal erholen. Doch nicht jeder kann entspannt den Sommer genießen: Zu groß sind die Bildungslücken, die sich im Corona-Jahr aufgetan haben.

Als Reaktion auf die Pandemie wurde jetzt österreichweit das kostenloses Lernhilfe-Angebot weiterlernen.at vom Bildungsministerium geschaffen, das von Organisationen wie Caritas, Diakonie oder Rotem Kreuz getragen wird.

Das Prozedere ist denkbar einfach: Eltern, Schülerinnen und Schüler oder deren Lehrerkräfte melden den Bedarf an Lernhilfe zentral über ein Onlineformular auf weiterlernen.at an. Da tragen sie ein, in welchen Fächern sie Unterstützung brauchen und auch, wo sie wohnen. Das Gute: Selbst für spezielle Fächer, die nur an bestimmten Schulen unterrichtet werden, gibt es ein Angebot. Das System sucht nach Nachhilfelehrern – das können sowohl Pädagogen als auch Lehramtsstudenten oder Oberstufenschüler sein. Gelernt wird im Einzelunterricht oder Kleingruppen mit maximal drei Schülern, nur im Lockdown erfolgt der Unterricht digital.

Laptops gesucht

Für das digitale Lernen haben viele Kinder schon Laptops oder Tablets erhalten. Wer aber zu Hause noch ein funktionsfähiges Gerät hat, das er nicht mehr benötigt, kann dieses auch über die Homepage verschenken.

Übrigens: Auch Lehrende können sich über die Webseite anmelden. Wer nicht über einen Verein wie dem Roten Kreuz vermittelt wird, sondern als Einzelperson, wird vom Bildungsministerium honoriert. Gefördert wird das Programm mit rund 5 Mio. Euro aus dem EU-React-Fonds.

Noch ohne EU-Mittel lief das Bildungsprojekt bereits in den Weihnachts- und Osterferien: Mehr als 30.000 kostenlose Lernhilfe-Stunden wurden so abgewickelt: 21.300 über die 20 Partner-Organisationen in ganz Österreich, 9.200 von Buddies, also Lehramtsstudenten und Oberstufenschülern.

Für Bildungsminister Heinz Faßmann „ergänzt die Plattform weiterlernen.at bestehende Förderangebote wie zum Beispiel die Sommerschule“. Für diese endeten die Anmeldungsfristen allerdings bereits.

Erst einmal Urlaub

Bevor Schülerinnen und Schüler allerdings ans Lernen denken, sollten sie zuerst einmal die Ferien genießen und nicht an die Schule denken. Pädagogen raten, mindestens drei Wochen Erholungszeit einzuplanen. Woran Eltern und Kinder allerdings noch vor Schulschluss denken sollten: Jetzt ist die beste Zeit, um noch mit der Lehrkraft abzuklären, in welchem Bereich es Defizite gibt, welchen Stoff man lernen sollte und welche Materialien man am besten nutzen sollte. Wichtig: Schüler sollten sich rechtzeitig einen Plan machen, wann sie welchen Stoff lernen – aber da helfen vielleicht auch noch die Buddies.

Neben den kostenlosen Nachhilfe-Angeboten gibt es auch noch einige kostengünstige Hilfsangebote. So bietet wie jedes Jahr das Projekt „Mathematik macht Freu(n)de“ vom 16. bis 20. August eine Intensiv-Lernwoche für AHS-Oberstufenschüler. Und für alle, die heuer die Matura hinter sich haben und jetzt ein mathematik-intensives Studienfach beginnen, gibt es im September drei Vorbereitungswochen.

 

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