Wissen und Gesundheit
08.01.2018

Mit Hausverstand Hunde richtig füttern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der ausgewogenen Ernährung. © Bild: Getty Images/iStockphoto/FatCamera/iStockphoto

Bei einem agilen Vierbeiner mit schönem Fell und gewisser Taille stimmt die Ernährung meist.

Tierliebe geht durch den Magen. Soll es heute irisches Weidelamm, Wildschwein oder Forelle sein? Dürfen Trockenflocken in den Napf oder soll Feuchtfutter vor die Schnauze? Muss ein Fasttag eingelegt werden oder eine Diätmahlzeit?

"Aus der richtigen Ernährung wird eine Wissenschaft gemacht, dabei sagt der Hausverstand, ob die Fütterung okay ist", plädiert Zoodoc Katharina Reitl für weniger Verbissenheit. Der KURIER-Tiercoach erklärt, wie Hunde gesund satt werden und wann eine Menüänderung angebracht ist. Es gibt viele Möglichkeiten einer ausgewogenen Ernährung.

Mangelernährung

"Glänzt das Fell, sind die Rippen und Hüfthöcker spürbar, ist eine gewisse Taille vorhanden und hat der Stuhl zwei bis drei Mal am Tag eine schöne Form und Farbe, passt die Ernährung", fasst Reitl zusammen. Dann ist erlaubt, wonach dem Hund der Appetit und dem Halter der Sinn steht. Zeitweilige Mängel an Mineralstoffen und Vitaminen, die nicht augenfällig werden, schaden den Tieren mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von zwölf Jahren nicht nachhaltig.

Müde, fett und Dauerdurchfall

Wirkt der Hund allerdings müde und antriebslos ist, müssen seine Fressgewohnheiten überdacht werden; erst Recht, wenn zudem das Fell schuppig oder fett wird und der Stuhl fladig bis flüssig. "Bei diesen Anzeichen sollten Halter zuerst an die Ernährung decken und nicht sofort an eine schlimme Krankheit", beruhigt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. In diesem Fall ist eine Futterumstellung sinnvoll. Bedürfnisse ändern sich mit der Zeit: Welpen haben einen anderen Nährstoffbedarf als Senioren, Schoßhündchen einen anderen Kalorienverbrauch als Vierbeiner im Training oder säugende Muttertiere. "Wird der Durchfall chronisch, kann eine Futtermittelunverträglichkeit, eine Allergie oder eine andere Organerkrankung dahinter stecken", sagt die Expertin. Dann ist der Tierarzt bzw. der Diätologe gefragt.

Ausgewogen

"Auf Weisheiten, die auf der Hundewiese gepredigt werden, sollte man nicht hören", betont KURIER-Tiercoach Katharina Reitl. Die einzig richtige Ernährung gibt es nicht, vielmehr verschiedene individuelle Konzepte. Der eine Hund verträgt Dosenfutter besser als Trockenflocken. Der andere Besitzer reichert lieber Gekochtes oder Rohkost mit Kalzium, Vitaminen und Spurenelementen an. Auch vegan gehaltene Hunde bleiben mit den entsprechenden Ersatzstoffen gesund.

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