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Medizin-Mythen
09/11/2016

Soll man in der Schwangerschaft viel Fisch essen?

Eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist wichtig für die Gesundheit von Mutter und KInd.

Fette Meeresfische, zum Beispiel Lachs oder Makrele, sind eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fette. Diese Nährstoffe braucht der Mensch, kann sie aber nicht ausreichend selbst herstellen.

Unter anderem ist Omega 3 auch wichtig für die Entwicklung des Gehirns und Nervensystems ungeborener Babys. Deshalb wird Schwangeren oft geraten, mindestens ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Stimmt das? Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage geprüft.

Quecksilber-Gefahr

Die Empfehlung kann jedoch nicht uneingeschränkt gegeben werden: Denn im Fett von Meeresbewohnern reichern sich auch vermehrt Schadstoffe an, darunter die Schwermetallverbindung Methyl-Quecksilber, die die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen kann.

Fischarten, die stärker mit Quecksilber belastet sind, sollten Schwangere daher sicherheitshalber meiden. Dazu zählen Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht, aber auch Hai, Torpedobarsch und Zackenbarsch.

Quecksilber-arme fette Fische wie Sardelle, Hering und Sardine sind hingegen kein Problem, sondern förderlich für die Gesundheit von Mutter und Kind. Auf Fisch muss in der Schwangerschaft also nicht generell verzichtet werden: Auf die Sorte kommt es an!

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