Sind pflanzliche Fette gesünder?

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Vor allem tierische und gesättigte Fettsäuren haben einen schlechten Ruf und werden daher gemieden.

Ein dick bestrichenes Schmalzbrot zur Jause, zu Mittag ein deftiger Festtagsbraten und als Nachspeise ein Cremetörtchen mit einem ordentlichen Gupf Schlagobers: lecker, aber nach Meinung vieler Ernährungsexperten nicht unbedingt die gesündeste Art, sich zu ernähren. Grund ist unter anderem der hohe Anteil an tierischen, gesättigten Fetten in diesen Nahrungsmitteln. Es wird daher oft empfohlen, vermehrt pflanzliche Öle und Fette zu verwenden. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben nun die Faktenlage geprüft.

"Böse" Fette?

Immer wieder tauchen jedoch Berichte auf, wonach tierische Fette gar nicht so „böse“ sein sollen. Die Studien, die diesen Berichten zugrunde liegen, haben allerdings einen großen Haken: Sie wurden meist mangelhaft durchgeführt und sind nur wenig aussagekräftig. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse all jener Studien, die nach streng wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt wurden, zeigt jedoch deutlich: die Verteufelung von Schmalz, Schlagobers und Co hat ihre klare Berechtigung. Denn in den Studien konnten jene Teilnehmer, die statt gesättigten, tierischen Fetten lieber zu pflanzlichen Ölen und Fetten griffen, das Herzrisiko deutlich senken.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen

Der Effekt war am größten, wenn die Studienteilnehmer mehrfach ungesättigte Fette bevorzugten. Zu diesen Fetten gehören Omega-3- und Omega-6-Fette. Sie kommen in größeren Mengen unter anderem in Walnüssen, Rapsöl, Maiskeimöl, Leinöl oder Chiaöl vor. Eine Ausnahme ist fettreicher Fisch. Obwohl tierischen Ursprungs, enthält er ebenfalls viele Omega-3-Fette und scheint die Herzgesundheit zu fördern.

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( kurier.at , iteu ) Erstellt am 12.02.2017