Wissen und Gesundheit
12.11.2017

Hilft Schröpfen bei Rückenschmerzen?

Von der in Asien verbreiteten Technik erhoffen sich viele Betroffene Linderung.

Nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin ist das Schröpfen weit verbreitet. Auch in westlichen Ländern ist die Methode beliebt, etwa zur Behandlung von Verspannungen. Dabei werden auf dem Rücken becherförmige Gläser – sogenannte Schröpfköpfe – platziert, aus denen etwas Luft gesaugt wird. In Folge zieht der Unterdruck die Haut in die Gläser hinein und hebt sie ein wenig an. Die Public Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" und der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage zum Thema geprüft.

Hat die behandelnde Person die Haut zuvor mit Öl eingeschmiert, kann sie die Schröpfköpfe ähnlich wie bei einer Massage hin und herbewegen. Im Unterschied zur Massage wird beim Schröpfen aber kein Druck ausgeübt.

Durchblutung fördern

Durch das Ansaugen wird die Hautoberfläche stark durchblutet. Das sichtbare Ergebnis ist einem Knutschfleck nicht unähnlich: auf der behandelten Hautstelle bildet sich ein roter Fleck, der aber nach einigen Tagen wieder verschwindet.

Schmerzen verursacht diese Behandlung keine, viele empfinden sie sogar als angenehm. Ob die Verspannungsschmerzen durch Schröpfen aber tatsächlich verschwinden, ist unklar. Bisher gibt es keine aussagekräftigen Forschungsergebnisse dazu.

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