Hilft MSM gegen Arthrose?

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Mit der Schwefelverbindung sollen sich Schmerzen lindern lassen.

Mit dem Älterwerden nutzen sich die Knorpel der Gelenke ab. Dieser Gelenkverschleiß, der auch als Arthrose bekannt ist, kann zu Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen und Bewegungseinschränkung führen.Typische Arthrose-Gelenke sind Knie, Hüfte, Finger, Schultern oder Wirbelsäule. Die Erkrankung ist oft chronisch und kann derzeit nicht geheilt werden. Die übliche Behandlung sind Medikamente, Operationen oder Bewegungsprogramme.

Vor allem über das Internet werden aber auch Alternativen beworben, wie das Nahrungsergänzungsmittel Methylsulfonylmethan, kurz MSM. Die Schwefelverbindung soll unter anderem die Schmerzen bei Arthrose lindern. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage geprüft.

Wenige Studien am Menschen

In den wenigen Studien an Menschen gab es tatsächlich Hinweise darauf, dass MSM die Pein in den Gelenken mindern könnte. Allerdings sind die Studien nicht von sehr hoher Qualität. Und sie lassen viele Fragen offen. So gibt es keine gesicherten Daten zur Langzeitwirkung von MSM. Als eher milde Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen, Magen-Darm-Probleme und Hautausschläge bekannt. Ob eine Langzeiteinnahme noch andere Nebenwirkungen hervorbringen könnte, ist ungeklärt.

Ebenfalls nicht bekannt ist, wie viel oder wie lange MSM idealerweise eingenommen werden sollte.

Da sich chronisch Kranke alternative Heilverfahren wünschen und bereit sind, viel Geld dafür zu bezahlen, wäre es im Sinne der Betroffenen, bessere Studien zu MSM durchzuführen. Das gilt auch für andere erst unbefriedigend erforschte Anwendungsgebiete der organischen Schwefelverbindung, wie dem Schnarchen, Hautproblemen, Heuschnupfen oder der Regeneration nach dem Sport.

Lesen Sie hier Genaueres zu MSM bei Arthrose.

( kurier.at , iteu ) Erstellt am 15.01.2017