Hilft Kurkuma gegen Krebs?

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Der Inhaltsstoff Curcumin soll das Wachstum von Tumorzellen hemmen.

Die Kurkumawurzel stammt aus Südasien. Das darin enthaltene Curcumin verleiht Curry-Gerichten ihre intensiv-gelbe Farbe. Kurkuma werden unzählige medizinische Wirkungen zugeschrieben, auch in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda findet die Knolle der Würzpflanze seit langem Anwendung, etwa zur Behandlung von Wunden. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben nun die Faktenlage geprüft.

Laborexperimente zeigen, dass Curcumin das Wachstum von isoliert gezüchteten Krebszellen im Reagenzglas hemmt. Eine gewisse Krebs-hemmende Wirkung haben Wissenschaftler auch in Versuchen an Labor-Mäusen beobachtet.

Und beim Menschen?

Die Ergebnisse von Labor- und Tier-Experimenten lassen sich allerdings nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen, denn ein Wirkstoff kann sich im menschlichen Körper anders verhalten als im Reagenzglas oder im Körper eines Labortieres. Außerdem ist bekannt, dass der Körper mit der Nahrung aufgenommenes Curcumin nur in geringen Mengen verwerten kann.

Klinische Studien sind nötig

Ob sich Kurkuma beziehungsweise das darin vorkommende Curcumin zur Vorbeugung oder Behandlung von Krebs eignet, können nur klinische Studien an menschlichen Patienten zeigen. Gut durchgeführte Studien dieser Art sind bisher aber Mangelware.

Ob Kurkuma gegen Krebs wirksam ist, ist also unklar. Zumindest scheint es das gelbe Currygewürz selbst in großen Dosen keine schweren Nebenwirkungen auszulösen.

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( kurier.at , iteufl ) Erstellt am 07.05.2017