Fördert Bio die Gesundheit?

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Bio-Lebensmittel sollen mehr Mikronährstoffe enthalten als herkömmliche.

Bio-Obst und Bio-Gemüse boomen, die Supermarktregale sind voll mit Bio-Produkten. Sie gelten nicht nur als natürlicher als konventionell angebaute Produkte, viele Konsumenten sind auch von der gesundheitsfördernden Wirkung überzeugt. Keine Frage: Durch den weitgehenden Verzicht auf synthetische Unkrautvernichtungsmittel, Pestizide und Mineraldünger ist biologische Landwirtschaft umweltfreundlicher. Ob biologisch angebaute Früchte aber besser für die Gesundheit des Menschen sind, ist weit weniger klar. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben die Faktenlage geprüft.

Mehr Antioxidantien

Eine Zusammenfassung früherer Studien belegt: Obst, Gemüse und Getreide aus biologischer Landwirtschaft enthalten teils deutlich mehr Mikronährstoffe als konventionell angebaute Pflanzen. Besonders deutlich zeigt sich das im Gehalt an Antioxidantien, Vitamin C und verschiedener Stoffe wie Flavonoiden oder Xanthophyllen, die als möglicherweise gesundheitsfördernd eingestuft sind. Bisher fehlen jedoch Studien, die zeigen, dass dies auch tatsächlich die Gesundheit verbessert.

Weniger Pestizide

Bisherige Untersuchungen bestätigen auch, dass Bio-Produkte mit deutlich niedrigerer Wahrscheinlichkeit durch Pestizide verunreinigt sind als konventionell angebautes Obst und Gemüse. Da jedoch auch die Werte der konventionell angebauten Lebensmittel gesetzlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten liegen müssen, und klinische Studien keine gesundheitlichen Folgen zeigen, steht noch nicht fest, ob diese geringere Belastung einen gesundheitlichen Vorteil mit sich bringt. Langzeitstudien fehlen hier.

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( kurier.at , iteu ) Erstellt am 05.02.2017