Eine Frau wird während einer Brustkrebsvorsorgeuntersuchung für eine Mammografie vorbereitet

© dpa/Patrick Seeger

Brustkrebs
11/29/2013

Mammografie-Screening fast fixiert

Kritik: Online-Petition verbreitet Falschinformationen.

von Laila Daneshmandi

Mit einem Quartal Verspätung soll das lange angekündigte Brustkrebs-Früherkennungsprogramm mit Jahresbeginn 2014 nun doch in Kraft treten. Ende September hatten die Ärztekammern von Wien und der Steiermark den endgültigen Startschuss wegen finanzieller Unstimmigkeiten verhindert. Inzwischen wurde mit der Wiener Ärztekammer eine Einigung erzielt – mit der Steiermark sind in den nächsten Wochen Verhandlungen geplant.

Unterdessen sorgt eine von den ÖVP-Frauen unterstützte Unterschriftenliste für Aufregung. Das Gesundheitsministerium und die Patientenanwaltschaft sprechen bei dieser Kampagne von „Fehlinformationen“ und „Panikmache“. Zwar werden bei dem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm konkret Frauen im Alter zwischen 45 und 70 Jahren zur Mammografie eingeladen, jedoch sind Frauen außerhalb dieses Altersbereichs nicht von der Mammografie ausgeschlossen – das wird in der Petition behauptet. Frauen mit Risikofaktoren werden (wie bisher auch) altersunabhängig vom Arzt zur Mammografie-Untersuchung überwiesen.

Auch das Frauengesundheitszentrum Graz bemüht sich, die falschen Behauptungen, die im Rahmen der Petition verbreitet werden, aufzuklären. So ist Brustkrebs nicht „die häufigste Erkrankung der Frau“. In einer Erklärung stellt das Frauengesundheitszentrum klar: „An Brustkrebs sterben drei von 100 Frauen, 20 sterben an anderen Krebserkrankungen.“

Auf Basis von internationalen Studien rechnet man im Rahmen des neuen Screening-Programms mit etwa 30 Prozent zusätzlichen Brustkrebsdiagnosen – je früher der Krebs gefunden wird, desto besser sind die Heilungschancen.www.frueh-erkennen.at

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