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Forschung
05/22/2015

Hilft Viagra gegen Malaria?

Eine Studie zeigte: Viagra sorgt dafür, dass infizierte Blutkörperchen ausgeschieden werden.

Die Wirkung von Viagra ist allgemein bekannt. Wie sich jetzt herausstellte, könnten die kleinen blauen Pillen aber noch einen anderen Nutzen haben: Ein britisch-französisches Forscherteam kam zu dem Schluss, dass Viagra gegen Malaria wirksam sein könnte. Dieses Ergebnis lieferte eine Studie.

Bei Menschen entwickelt sich der Parasit in den roten Blutkörperchen. Normalerweise filtert die Milz das Blut, um die alten, nicht mehr so elastischen oder anormalen Blutkörperchen zu beseitigen. Doch Blutkörperchen sind verformbar, was ihre Eliminierung durch die Milz verhindert. Die verformbaren roten Blutkörperchen mit Parasiten verbleiben im Blut, wo sie für die Mücke erreichbar sind.

Die Forscher haben sich mit den molekularen Mechanismen beschäftigt, durch die die roten Blutkörperchen verformt werden. Mit einem in vitro Modell, das die Funktion der Milz nachahmt, haben sie Substanzen identifiziert, die diesen Mechanismus stören: die infizierten Blutkörperchen wurden nicht mehr verformt, durch die Milz ausgeschieden und so dem Zugriff der Mücken entzogen. Viagra gehörte zu diesen Substanzen.

Diese Entdeckung eröffnet den Weg zu einem neuen Ansatz, um die Verbreitung von Malaria zu bekämpfen. In ihren nächsten Studien wollen die Forscher den Wirkstoff von Viagra modifizieren, um seine erektile Wirkung zu verhindern, bzw. ähnliche Moleküle ohne diese Wirkung nutzen.

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