Wissen und Gesundheit
07.07.2017

Gonorrhoe: Therapie wird immer schwieriger

Weltgesundheitsorganisation warnt: Gonorrhoe-Erreger sind immer öfter gegen alle Antibiotika unempfindlich.Probleme gibt es aber auch bei der Behandlung anderer sexuell übertragbarer Krankeiten.

Die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mangels wirksamer Antibiotika immer schwerer zu bekämpfen. Die Auswahl an Medikamenten, die noch helfen würden, sei sehr begrenzt, teilte die WHO in Genf mit. Aktuell seien nur drei neue chemische Substanzen in verschiedenen Phasen der klinischen Erprobung. Insgesamt erkrankten weltweit jedes Jahr 78 Millionen Menschen an Gonorrhoe, früher auch Tripper genannt. Die Tendenz sei steigend. Die Krankheit wird beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen und kann zu Entzündungen unter anderem der Harnröhre führen. Manche Frauen leiden deshalb unter Entzündungen des Beckens. Laut WHO ist Afrika der Kontinent mit den höchsten Raten dieser Infektionen.

"Rapide Zunahme der Resistenz"

Bereits im Vorjahr hatte die WHO gewarnt, dass „die Antibiotikaresistenz der sexuell übertragbaren Krankheiten Gonorrhoe, Syphilis und Chlamydiose rapide zugenommen hat, wodurch die Möglichkeiten der Behandlung geschrumpft sind."

Die stärkste Resistenz hätten die Erreger der Gonorrhoe (Tripper) entwickelt, mit der sich weltweit jährlich 78 Millionen Menschen infizieren.

„Es wurden Gonorrhoe-Stämme entdeckt, die auf keine der zur Verfügung stehenden Antibiotika mehr reagieren.“ Nicht ganz so dramatisch verlaufe die Entwicklung von Resistenzen bei Chlamydiose und Syphilis - bei jährlich 131 Millionen bzw. 5,6 Millionen Neuinfektionen. Unbehandelt können diese Krankheiten zu schweren Komplikationen - darunter chronische Entzündungen und Fehlgeburten - sowie zu Unfruchtbarkeit führen.