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VKI-Test: Diese Sonnencremen für Kinder schützen am besten

Der VKI hat 22 Sonnenschutzmittel für Kinder getestet. 13 Produkte sind empfehlenswert, fünf hielten den ausgelobten UV-Schutz nicht ein. Ein Überblick.
sun protection, cute girls with sun cream at beach

Zusammenfassung

  • VKI und Stiftung Warentest prüften 22 Sonnenschutzmittel mit LSF 50/50+ für Kinder, wobei fünf Produkte den ausgelobten UV-Schutz nicht einhielten.
  • 13 Produkte wurden mit „gut“ bewertet; der Preis erwies sich dabei nicht als verlässlicher Qualitätsindikator.
  • Problematisch bleiben bei den meisten Sonnencremen umweltkritische Inhaltsstoffe, sodass ein Produkt, das UV-Schutz, Umweltverträglichkeit und gute Anwendung vereint, weiterhin fehlt.

Gerade für Kinderhaut ist guter Sonnenschutz unverzichtbar. Deshalb hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gemeinsam mit der Stiftung Warentest 22 aktuell erhältliche Produkte mit Lichtschutzfaktor 50 bzw. 50+ untersucht. 

Bei fünf Sonnencremen ergab die Laboruntersuchung einen niedrigeren Lichtschutzfaktor als vom Hersteller ausgelobt. Immerhin 13 Produkte erhielten jedoch die Bewertung „gut“ und sind hinsichtlich des UV-Schutzes empfehlenswert. 

Umweltkritische Stoffe bleiben hingegen bei den meisten Sonnencremen problematisch. Alle ausführlichen Details zum Test gibt es hier und ab dem 25.06.in der Zeitschrift KONSUMENT. 

UV-Schutz: Bei fünf Produkten Abweichungen

Die wichtigste Aufgabe eines Sonnenschutzmittels ist es, die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung und damit vor vorzeitiger Hautalterung und der Entstehung von Hautkrebs zu schützen. Fünf der 22 getesteten Produkte hielten den ausgelobten UV-Schutz im Rahmen der Untersuchung jedoch nicht ein. 

Der Preis ist dabei kein Indikator: Betroffen waren sowohl günstige als auch ein sehr hochpreisiges Produkt. Bei den folgenden Sonnenschutzmitteln ergab die durchgeführte Laboruntersuchung einen Lichtschutzfaktor, der unter dem vom Hersteller angegebenen Wert lag: Bi Kids (Sonnenmilch Ultra Sensitive Seebastian), Eco Cosmetics (Baby & Kids Sonnencreme), Lavozon (Kids Med Sonnenmilch), Mabyen (Baby & Kids Sonnencreme) und Today Sun (Kids Sonnenspray Sensitiv).

Am meisten überraschte das Produkt von Bipa (Bi Kids). Es fiel als einziges sowohl beim Sonnenschutzfaktor (UVB) als auch beim UVA-Schutz durch. Bipa verwies in einer Stellungnahme auf eine alternative Testmethode, gemäß der das Produkt beide Schutzfaktoren einhalte.

Erfreulich: 13 Produkte erhielten eine „gute“ Bewertung, darunter sowohl Eigenmarken als auch Markenprodukte – in einer Preisspanne von 2,80 Euro bis 37,27 Euro pro 100 ml.

Die besten im Test

Insgesamt 13 Produkte wurden mit „gut“ bewertet. Die beiden Testsieger sind Cien und Sun Kiss mit jeweils 76 Punkten – erfreulicherweise gehören sie zugleich zu den günstigsten Produkten im Testfeld. 74 Punkte erreichten Sundance, Babylove, Jean & Len sowie Paediprotect. Alle weiteren „guten“ Produkte finden sich in der Testtabelle.

Anhand der Inhaltsstofflisten wurde überprüft, ob die Produkte umweltkritische Stoffe bzw. UV-Filter enthalten, die als problematisch für die Umwelt gelten, zum Beispiel Octocrylen, Oxybenzon oder DHHB. Bei diesem Prüfpunkt kommt kaum ein Produkt über „weniger zufriedenstellend“ hinaus. Umweltkritische Stoffe finden sich in fast allen Produkten des Testfeldes.

Nur drei Naturkosmetikprodukte kommen ohne kritische Substanzen aus, zwei davon versagen bedauerlicherweise beim UV-Schutz: Mabyen und Eco Cosmetics. Das dritte Naturkosmetik-Produkt, Lavera, punktet zwar sowohl beim UV-Schutz als auch bei den Umweltkriterien, überzeugt allerdings beim Prüfkriterium „Anwendung“ weniger. 

Der Grund: Die dickflüssige Konsistenz und der mineralische Sonnenschutzfilter sorgen für den unbeliebten „Weißel-Effekt“, bei dem sich ein sichtbarer heller Schleier auf der Haut zeigt. Bei Kindern, die sich ohnehin nicht gern eincremen lassen, kommt diese Kombination meist weniger gut an.

Guter UV-Schutz ist möglich – der Kompromiss bleibt

Ein Sonnenschutzmittel, das alle Testkriterien gleichermaßen erfüllt – beginnend beim UV-Schutz über die Umweltkriterien bis hin zu guter Anwendbarkeit – bleibt derzeit Wunschvorstellung. 

„Dennoch ist und bleibt die Verwendung von Sonnencreme ein unglaublich wichtiger Faktor, um die Haut vor UVA- und UVB-Strahlung und deren Folgen zu schützen“, resümiert Birgit Schiller, Kosmetik- und Chemie-Expertin des VKI. 

„Gerade auf der noch dünnen Kinderhaut kann die Sonne Schäden verursachen, die sich über die gesamte Lebenszeit summieren. Daher sollten Kinder stets ausreichend eingeschmiert sein, wobei gilt: Mehr ist mehr. Zudem braucht es nicht zwingend ein spezielles Kindersonnenschutzmittel. Grundsätzlich ist jedes Sonnenschutzmittel mit einem ausgelobten UV-Schutz von zumindest 50 geeignet.“

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