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Wissen Gesundheit

Omikron: So bereiten sich die Forscher bei Biontech vor

Man arbeitet derzeit in den Labors in Mainz parallel: "Um keine Zeit zu verlieren."

11/29/2021, 01:42 PM

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend fĂŒr den Fall, dass dieser notwendig werden könnte.

„Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darĂŒber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht“, teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Spike-Protein im Visier

Die beiden ArbeitsgĂ€nge ĂŒberschneiden sich den Aufgaben zufolge teilweise. Als Beispiel wurde der Bauplan des Spike-Proteins fĂŒr die Labortests mit dem Pseudovirus genannt, mit dem die Experimente durchgefĂŒhrt werden. In den Labortests werden dabei Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert.

„Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben“, erklĂ€rte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschĂ€dlich machen.

DemnÀchst mehr Aufschluss

Biontech hatte am Freitag erklÀrt, dass sich die neue Variante deutlich von bisher beobachteten Varianten unterscheide, da sie zusÀtzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests gÀben demnÀchst Aufschluss, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite. Das Unternehmen rechnete spÀtestens bis Ende nÀchster Woche mit Erkenntnissen.

Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern, erklÀrte Biontech.

Klinische Studien schon gestartet

DafĂŒr seien klinische Studien mit variantenspezifischen Impfstoffen gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und VertrĂ€glichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden.

Als Escape-Variante wird eine Virusvariante bezeichnet, die sich der Wirkung der derzeit verfĂŒgbaren Impfstoffe zumindest in Teilen entzieht. Ein Impfstoff auf Basis des BotenmolekĂŒls mRNA wie der von Biontech oder Moderna ist schneller herzustellen als herkömmliche Impfstoffe, da nur der Bauplan produziert werden muss, nicht das Antigen selbst.

 

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