Wissen | Gesundheit
17.04.2018

Neue Erkenntnisse: Warum Kaffee und Nüsse das Herz schützen

Durch Langzeit-Untersuchungen lassen sich die Wirkungen auf Herzrhythmusstörungen belegen.

Kaffee-Junkies werden an diesen neuen Studienergebnissen ihre Freude haben: Australische Forscher stellten in einer Analyse von elf großen internationalen Studien mit insgesamt 360.000 Teilnehmern fest, dass eine regelmäßige Koffein-Dosis  das Risiko für Herzrhythmusstörungen senkt.

Drei Tassen täglich

Der Schutzeffekt zeigte sich vor allem bei einer Menge von etwa 300 Milligramm Koffein pro Tag. Das entspricht etwa drei Tassen Kaffee oder Tee. Verantwortlich für diese Langzeiteffekte sind antioxidative Effekte und Einflüsse des Neurotransmitter Adenosin, der unter anderem auf das Herz wirkt, schreiben die Forscher in ihrer Studie, die im Fachblatt American College of Cardiology veröffentlicht wurde. Vor Koffein-Aufnahme durch Energy Drinks warnen sie allerdings bei Menschen mit einer bereits vorhandenen Herzschwäche.

Mehr Nüsse essen!

Wer weder Kaffee noch Tee mag und trotzdem etwas für seine Herzgesundheit tun will, kann auch zu Nüssen greifen. Denn auch bei den schmackhaften Kerne haben Forscher gesundheitliche Vorteile fürs Herz ausgemacht. Dafür wurden die Ernährungsgewohnheiten von 61.000 Schweden zwischen 45 und 83 Jahren über 17 Jahre hinweg beobachtet. Jene Teilnehmer, die regelmäßig Nüsse zu sich nahmen, hatten ein geringeres Risiko, Herzrhythmusstörungen zu entwickeln.

Mehr Nüsse, mehr Effekt

Die Ergebnisse verbesserten sich sogar weiter, wenn der Nüsse-Konsum anstieg: Wer ein- bis dreimal pro Monat je eine Portion aß, senkte sein Risiko um drei Prozent. Bei ein- bis zweimaligem Nusskonsum pro Woche erhöhte sich der Benefit auf zwölf Prozent. Bei jenen, die  noch öfter pro Woche eine Portion Nüsse genossen, sogar auf 18 Prozent.  Das Fazit der Forscher im Magazin Heart ist eindeutig: Bereits ein kleiner Anstieg des Nusskonsums habe großes Potenzial für eine Schutzfunktion vor Herzrhythmusstörungen.