FILE PHOTO: FILE PHOTO: Walmart administers COVID-19 vaccines as part of Federal Retail Pharmacy Program in West Haven

© REUTERS / Mike Segar

Wissen Gesundheit
09/04/2021

Moderna beantragt in der EU Zulassung einer Booster-Impfung

Nur halbe Dosis im Vergleich zu den ersten beiden Impfungen. Biontech/Pfizer wollen in den kommenden Wochen in der EU einreichen.

Der US-amerikanische Impfstoffhersteller Moderna hat Freitag bei der europ√§ischen Arzneimittelbeh√∂rde EMA eine bedingte Zulassung f√ľr eine Auffrischungsimpfung (dritte Dosis) ingereicht. Die Booster-Impfung rufe eine robuste Antik√∂rperreaktion gegen die Delta-Variante hervor, teilt Moderna mit. W√§hrend die erste und zweite Dosis je 100 Mikrogramm Messenger-RNA (mRNA) enthalten, sollen es bei der dritten Dosis nur 50 Mikrogramm sein.

Bereits am Donnerstag hatte Moderna bei der US-Arzneimittelbeh√∂rde FDA erste Daten f√ľr die Pr√ľfung einer solchen Auffrischungsimpfung eingereicht.

In einer Aussendung ist von signifikant erhöhten Antikörperspiegeln die Rede.

Biontech hat in den USA eingereicht

Bereits Mitte August haben Biontech und Pfizer erste Daten f√ľr die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbeh√∂rde FDA eingereicht, vor wenigen Tagen k√ľndigten sie an, weitere Daten √ľbermitteln zu wollen. Eine Phase-3-Studie ergab nach Angaben der Hersteller, dass eine Auffrischungsimpfung mit ihrem Vakzin "signifikante neutralisierende Antik√∂rpertiter" gegen das Coronavirus aufweise.

In den kommenden Wochen sollen diese Daten auch bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht werden.

"Keine dringende Notwendigkeit" f√ľr alle

Die Europ√§ische Arzneimittelagentur EMA gab am Donnerstag bekannt, dass es nach gegenw√§rtiger Evidenz "keine dringende Notwendigkeit" gebe, allen vollst√§ndig Geimpften eine Booster-Dosis zu verabreichen. Personen mit geschw√§chtem Immunsystem sollten aber eine Auffrischung erhalten. Die EMA verweist dabei auf einen Bericht der Europ√§ischen Krankheitskontrollbeh√∂rde ECDC, die gegenw√§rtig ebenfalls keine dringende Indikation f√ľr Auffrischungsimpfungen bei komplett Geimpften sieht. Bei Menschen mti geschw√§chtem Immunsystem wie etwa Transplantationspatienten sollte die Auffrischung aber schon jetzt durchgef√ľhrt werden.

IIn √Ėsterreich erhalten Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen wie Krebs oder Herzschw√§che sowie alle mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson Geimpften als erste eine Auffrischung - und zwar sechs bis neun Monate nach der vollst√§ndigen Immunisierung. Bei allen anderen sollen die Auffrischungen erst fr√ľhestens neun Monate nach der zweiten Impfung starten.

In Wien können Personen aus den Gruppen mit einem erhöhten Risiko bereits einen Termin vereinbaren.

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