Newborn baby in first of many small hospital beds

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Wissen Gesundheit

Millionen tote Babys wegen akuten Hebammenmangels

Weltweit fehlten rund 900.000 Hebammen und Geburtshelfer - 2019 starben nach WHO-Angaben 2,4 Millionen Neugeborene in ihrem ersten Lebensmonat.

05/05/2021, 08:12 AM

Millionen von Frauen und Babys weltweit werden in der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht fachgerecht betreut, weil Hunderttausende Hebammen fehlen. Das kostet jedes Jahr Millionen Menschenleben, und viele weitere M√ľtter und Babys tragen durch Komplikationen bei der Geburt lebenslange Sch√§den davon, wie UN-Organisationen am Mittwoch berichteten.

Weltweit fehlten rund 900.000 Hebammen und Geburtshelfer, schreiben der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationale Verband der Hebammen (ICM). Das entspreche einem Drittel der nötigen Zahl. 93 Prozent der Fachleute sind Frauen.

Corona verschärft Problem

Die Corona-Pandemie habe die Krise versch√§rft, weil die Versorgung Schwangerer und Geb√§render in den Hintergrund ger√ľckt sei und mancherorts Hebammen zu anderen Diensten herangezogen w√ľrden. Wenn das Ausbildungstempo nicht erh√∂ht werde, entspanne sich die Lage bis 2030 nur wenig, hei√üt es in dem Bericht.

2019 starben nach WHO-Angaben 2,4 Millionen Neugeborene in ihrem ersten Lebensmonat. 2017 starben 295.000 Frauen während der Schwangerschaft oder durch die Geburt, die bei richtiger Betreuung hätten gerettet werden können. 2015 schätzte die WHO die Zahl der Totgeburten auf 2,6 Millionen im Jahr.

Zwei Drittel der Todesfälle könnten verhindert werden

Wenn alle Frauen weltweit rund um die Geburt richtig betreut w√ľrden, k√∂nnten bis 2035 rund zwei Drittel der Todesf√§lle bei M√ľttern verhindert werden, hei√üt es in dem Bericht.

Die Fachzeitschrift "The Lancet" hatte √ľber diesen Teil der Studie bereits im Dezember berichtet. Ebenso k√∂nnten dann 64 Prozent der Todesf√§lle bei Neugeborenen und 65 Prozent der Totgeburten verhindert werden. Damit k√∂nnten dann im Jahr 4,3 Millionen Menschenleben gerettet werden, so der UN-Bericht.

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