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15.07.2018

Helfen Reishi-Pile gegen Krebs?

Viele Betroffene setzen auf alternative Mittel, um ihre Krankheitsbeschwerden zu lindern.

Bei einer Krebserkrankung ist die Verzweiflung oft groß. Die Betroffenen und ihre Angehörigen greifen mitunter nach jedem Strohhalm – gerade dann, wenn die Therapien nicht den gewünschten Erfolg zeigen oder die Nebenwirkungen quälend sind. Einer dieser Strohhalme: ein „Heilpilz“ namens Reishi. Der aus Asien stammende Pilz soll wirksam gegen Krebs sein.

Ob der Pilz bei Krebs tatsächlich heilend wirkt oder zumindest die Beschwerden von Krebskranken lindern kann, haben die Public Health-Experten von www.medizin-transparent.at an der Donau-Universität Krems recherchiert.

Vorliegende Studien weisen Mängel auf

Es gibt tatsächlich Studien zum Thema, die den vermeintlichen Heilzpilz bei flüchtigem Hinsehen sogar vorsichtig in ein positives Licht rücken. Bei genauer Analyse allerdings lassen diese Studien aus diversen Gründen keine seriösen Schlüsse auf die Wirksamkeit und Sicherheit von Reishi-Pilzen in der Krebstherapie zu. Alle Studien haben mehr oder weniger erhebliche methodische Mängel.

Unterschiedliche Ergebnisse

Auch Behandlungsregimes bzw. Krebserkrankungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Reishi getestet haben, waren unterschiedlich. Zu unterschiedlich, um Vergleiche ziehen und solide Aussagen treffen zu können. Fest steht, dass Präparate mit Reishi keine zugelassenen und somit geprüften Arzneimittel sind. Ihre Wirksamkeit bei Krebs ist keineswegs erwiesen, auch ihre Sicherheit ist nicht gut untersucht.  

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