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Wissen Gesundheit
06/23/2022

Hochsaison für Hand-Mund-Fuss-Krankheit: Das müssen Sie wissen

Warum die Viruserkrankung, die vor allem bei Kindern verbreitet ist, jetzt wieder stärker umgeht und was man dagegen tun kann.

von Laila Docekal

Bläschen an den Händen, Füßen und im Mund, die schmerzhaft sein können - die Hand-Mund-Fuß-Krankheit hat sich ihren Namen redlich verdient. Derzeit steigen die Fälle wieder rasant an. Der Kinderarzt Peter Voitl erklärt, woran das liegt und wie am besten mit der Viruserkrankung umgegangen werden kann.

Dass die Hand-Mund-Fuß-Krankheit um diese Jahreszeit wieder ansteigt, sei ganz typisch, erklärt Voitl: "Die Viruserkrankung wird über eine Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen und hat eine kurze Inkubationszeit von bis zu fünf Tagen." Durch die Pandemiemaßnahmen war die Hand-Mund-Fuß-Krankheit jetzt länger wenig aktiv, doch mit der Aufhebung der Maßnahmen und mit der Steigerung der sozialen Kontakte, steigt auch diese Virusaktivität wieder stark an.

Schwimmbäder als Übertragungsort

So sind etwa ungewaschene Hände und enger Kontakt förderlich bei der Übertragung, was sich vor allem bei Kindern im Kindergartenalter zeigt. "Die Krankheit tritt in allen Altersgruppen auf, besonders bei Kindergartenkindern", erklärt Voitl. "Erwachsene können es auch bekommen, aber in der Regel mit einem sehr milden Verlauf. Es ist schon eher eine Kinderkrankheit."

Auch Schwimmbäder sind ein beliebter Übertragungsort - vor allem, weil die Symptome oft unbemerkt bleiben und sich das Virus somit munter weiterverbreiten kann. "Gerade wenn es heiß ist und man schwimmen geht, sollten Kinder daher viel trinken", rät der Kinderarzt.

Symptome meist mild

Die Infektion mit der Hand-Mund-Fuss-Krankheit wird meistens erst dann bemerkt, wenn die Kinder Probleme mit den Bläschen im Mund haben und nicht essen oder trinken wollen. Gegen die unangenehmen Bläschen können Kinderärzte schmerzstillende Mittel verschreiben.

In seltenen Fällen tritt bei den Betroffenen Fieber auf, meistens verläuft die Erkrankung aber symptomarm, betont Voitl. "Insgesamt dauert die Infektion ein bisschen mehr als eine Woche und dann ist es erledigt. "Es gibt kaum Komplikationen und auch keine Probleme für Schwangere. Damit ist es zum Glück eine der harmlosen Erkrankungen, aber sie ist auf jeden Fall lästig."

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