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Wissen Gesundheit
01/05/2022

Prognose: Bis zu 17.000 Neuinfektionen kommende Woche

Der bisherige Rekord wurde mit 15.809 Neuinfektionen am 19. November 2021 in der vierten Welle erreicht.

Den Experten des Covid-Prognosekonsortiums zufolge hat die f├╝nfte Corona-Welle begonnen. Aufgrund der Dominanz der Omikron-Virusvariante, die nun auch ├ľsterreich erreicht hat, geht das Gremium in seiner aktuellen Berechnung von einem stark beschleunigten Infektionsgeschehen aus, was in den Spit├Ąlern zu einem Zuwachs an Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Normalstationen f├╝hren wird. Bis zu 17.000 Neuinfektionen sind in der kommenden Woche zu bef├╝rchten.

Inzidenz von 1.400 m├Âglich

Am kommenden Mittwoch (12. J├Ąnner) wird es den Berechnungen der Experten zufolge mit Sicherheit mehr als 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden geben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden es mehr als 13.000 sein, als Mittelwert werden 13.070 angenommen. Im schlimmsten Fall k├Ânnte es ├╝ber 17.000 neue Corona-F├Ąlle binnen eines Tages geben. Zum Vergleich: der bisherige Rekord wurde mit 15.809 Neuinfektionen am 19. November 2021 in der vierten Welle erreicht - drei Tage danach trat ein ├Âsterreichweiter Lockdown in Kraft.

Damals lag die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner - bei 1.050 - dieser Wert d├╝rfte nach Daf├╝rhalten des Konsortiums am kommenden Mittwoch erreicht, wom├Âglich deutlich ├╝bertroffen werden. Sollte sich Omikron besonders rasch ausbreiten, ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von fast 1.400 m├Âglich.

Was die einzelnen Bundesl├Ąnder betrifft, kann sich Tirol auf einiges gefasst machen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 3.000er-Grenze ist am kommenden Mittwoch nicht ausgeschlossen, dass sie deutlich ├╝ber 1.800 liegen wird, ist f├╝r das Konsortium gesichert. D├╝ster sieht die Prognose auch f├╝r Salzburg und Wien aus, wo mit Inzidenzen zwischen 1.600 und 2.600 bzw. 1.200 und 2.000 gerechnet werden muss. Die niedrigsten Inzidenzen sollten die Steiermark (330 bis 550) und K├Ąrnten (340 bis 560) erreichen.

Erhebliche Unsicherheiten

Was diese Zahlen f├╝r die Spit├Ąler bedeuten, ist noch unklar. Das Prognosekonsortium verweist in diesem Zusammenhang auf "erhebliche Unsicherheiten bez├╝glich des Ausma├čes der Reduktion der Virulenz der Omikron-Variante". Unter Verweis auf Daten aus Gro├čbritannien, wo ein R├╝ckgang der Virulenz der Omikron-Variante gegen├╝ber der Delta-Variante beobachtet wurde, erwartet das Prognosekonsortium am kommenden Mittwoch zwischen 770 und 1.175 Patientinnen und Patienten auf den Covid-Normalstationen - am 4. J├Ąnner (Daten f├╝r den 5. J├Ąnner lagen am fr├╝hen Nachmittag noch nicht vor, Anm.) waren es 722. Am 19. J├Ąnner d├╝rfte die Anzahl der Covid-Kranken auf den Normalstationen auf deutlich ├╝ber 1.200 steigen.

Auf den Intensivstationen, wo zuletzt 316 Schwerkranke behandelt wurden, wird der Belag den Berechnungen des Konsortiums zufolge sinken, wof├╝r der Anteil der doppelt und dreifach geimpften Personen sowie zusehends j├╝ngerer Betroffener am Infektionsgeschehen ausschlaggebend sind. Am kommenden Mittwoch wird es laut Prognosekonsortium im intensivmedizinischen Bereich zwischen 220 und 280, in der Woche darauf bis zu 300 Covid-Patientinnen und Patienten geben.

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