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Wissen Gesundheit
02/20/2021

Datenbank für Desinfektionsmittel hilft, Allergien vorzubeugen

"Wides" listet mehr als 300 unabhängig geprüfte Produkte auf. Problematische Inhaltsstoffe sind durch Rotfärbung gekennzeichnet.

Covid19 zwingt uns zu mehr Chemieeinsatz im Alltag, die häufige Desinfektion von Händen oder Flächen ist daher Teil unseres Alltags geworden.

Aber welches Produkt wirkt überhaupt ausreichend gegen Coronaviren? Und kann der häufige Gebrauch von Desinfektionsmitteln nicht auch zur Belastung für die Gesundheit unserer Atemwege, Haut oder unserer Gewässer werden? Schließlich werden Desinfektionsmittel zur raschen Abtötung von Keimen entwickelt und enthalten zu diesem Zweck biozide Wirkstoffe, die auch ätzend, allergieauslösend, lungenschädigend oder umweltgiftig sein können. Manche Stoffe gefährden sogar bei der Anwendung durch Schwangere das Kind im Mutterleib.

Welche Produkte sind also am sichersten für Mensch und Umwelt? Die Wiener Desinfektionsmittel Datenbank WIDES bietet in dieser Situation für ganz Österreich eine wertvolle Orientierungshilfe. Sie ist im Internet ostenlos für jedermann verfügbar und listet ausschließlich Desinfektionsmittel, deren ausreichende Wirksamkeit von unabhängigen Institutionen geprüft und zertifiziert wurde.

“Mit wenigen Mausklicks kann man zudem jene Produkte identifizieren, welche nicht nur die ausgewählte Wirksamkeit erfüllen, sondern zugleich die eigene Gesundheit und die Umwelt möglichst gering belasten", sagt Umweltanwältin Andrea Schnattinger. “Denn besonders gefährliche Stoffe und Rezepturen werden in der Datenbank mittels Farbcodes übersichtlich dargestellt, jeweils geordnet nach ihrer Belastung für Haut, Atemwege, Organe oder Umwelt."

Allergien verhindern

Mit Hilfe der WIDES Datenbank prüfen die Spitäler, Pflegeheime, Schulen, Kindergärten oder Bäder der Stadt Wien schon seit Jahren das Marktangebot. So ist es gelungen Produkte zu ersetzen, welche Allergien, Atemwegs- und Hauterkrankungen oder auch Umweltschäden verursachen können, ohne dabei die hygienischen Standards zu senken.

International gefragt

Die WIDES Datenbank blieb übrigens auch international nicht unbemerkt. Nach vielen Anfragen aus ganz Europa und den USA wurde schließlich eine englische Version inklusive Einschulungsvideos erstellt. Inzwischen zeigen Zugriffe aus allen Kontinenten sowie Empfehlungen durch WHO und EU-Kommission, wie nützlich das in der Datenbank gesammelte Wissen ist.

Auch Desinfektionsmittelhersteller, die anfangs skeptisch waren, lassen ihre Produkte nun gerne in die WIDES integrieren. Mittlerweile finden sich mehr als 300 Produkten mit unabhängig geprüfter Wirsamkeit, inklusive einer Ampelbewertung der eingesetzten Wirkstoffe. Besonders problematische Inhaltsstoffe sind auf den ersten Blick durch Rotfärbung sichtbar.

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