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Entwicklungsphasen
10/22/2014

Gene schalten sich altersabhängig ein

Gene, die sich in der Pubertät positiv auswirken, können im Erwachsenenalter negative Effekte haben.

Gene sind je nach Alter unterschiedlich aktiv - je nach Entwicklungsphase haben sie eine andere Wirkung auf das Gehirn. Warum gewisse psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depression meist erst am Übergang zum Erwachsenenalter beginnen, wurde nun im Rahmen einer Studie mit mehr als 200 Teilnehmern an der Uni-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien untersucht.

Studienleiter Lukas Pezawas: "Unser Alter hat einen entscheidenden Einfluss auf die Auswirkungen von psychiatrischen Risikogenen. Ein Gen, das in der Pubertät positive Effekte hat, kann im Erwachsenenalter schlecht für uns sein." So zeigten Jugendliche in der Studie im Vergleich zu Erwachsenen andere Geneffekte auf die Hirnfunktion.

"Diese Ergebnisse sind wichtig für das Verständnis des Erkrankungsbeginns von Erkrankungen wie der Schizophrenie, Depression oder ADHS (Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung)." Die Ergebnisse würden fundamentale Unterschiede im Dopaminsystem zwischen Jugendlichen und Erwachsenen zeigen, die in zukünftigen Therapien zu berücksichtigen seien. Die Studie wurde im Fachjournal "Brain Structure and Funcion" veröffentlicht.

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