Wissen und Gesundheit
11.04.2017

Drei Fakten zu Morbus Parkinson

Was man über Parkinson wissten sollte.

Drei Fakten zur Erkrankung:

1. Wie entwickelt sich Morbus Parkinson?

Bei manchen Menschen beginnt die Parkinson-Erkrankung damit, dass sie müde oder abgeschlagen sind. Andere fühlen sich zittrig oder haben Schwierigkeiten beim Aufstehen. Weitere Anzeichen können leises Sprechen, eine kleinere Handschrift oder eine veränderte Mimik sein. Aufgrund dieser anfänglich unspezifischen Anzeichen können Jahre bis zur Diagnose vergehen.

2. Welche Hauptsymptome gibt es?

Akinese: Verlangsamung und Blockade bei Bewegungen, die den gesamten Körper betreffen können. Diese allgemeine Bewegungsarmut resultiert u.a. in einer eingeschränkten Mimik, einer leisen, monotonen Stimme, verzögertem Schlucken und verringerter manueller Geschicklichkeit insbesondere bei schnellen Bewegungen (z.B. kleiner werdende Schrift).
Rigor: anhaltende, unwillkürliche Anspannung der Muskeln, die zu einer vermehrten Steifigkeit führt. Häufig treten Muskelschmerzen auf, insbesondere an Schulter und Hüftgelenk. Der Rigor ist ein Grund für die typisch vorgebeugte Haltung.
Tremor: Zittern, das überwiegend die Hände, seltener die Füße betrifft und vor allem in Ruheposition, jedoch nicht im Schlafen, auftritt. Anders als die veraltete Bezeichnung für Parkinson „Schüttellähmung“ nahe legt, entwickeln nicht alle Betroffenen einen Tremor.
Haltungsinstablität: alle Gang- und Haltungsstörungen, vor allem bei Tempo- und Richtungswechseln, die eine erhöhte Sturzgefahr zur Folge haben.

3. Was sind die Begleiterkrankungen?

Symptome und Verlauf der Erkrankung sind bei Betroffenen sehr individuell ausgeprägt. Genauso umfassen die nicht-motorischen Symptome ein breites Spektrum an möglichen Beschwerden:

• Störungen des vegetativen Nervensystems (z.B. Verstopfung, Mundtrockenheit, Harnverhalt, Erektionsstörungen, niedriger Blutdruck beim raschen Aufstehen, Regulationsstörungen der Körpertemperatur)
• Schläfrigkeit und Schlaflosigkeit
• Beeinträchtigung des Geruchssinns
• Missempfindungen
• Denkverlangsamung bzw. Demenz
• Psychische Veränderungen (z.B. Halluzinationen, Depressionen)