Menschen mit Hepatitis C können schwere Leberschäden entwickeln.

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Entdeckt
04/13/2014

Chinesisches Kraut gegen Hepatitis C

Eine neue Verbindung aus der chinesischen Kräutermedizin soll das Hepatitis-C-Virus hemmen.

SBEL 1 - so heißt eine neue Verbindung, die Forscher jetzt entdeckten und die das Hepatitis-C-Virus (HCV) hemmen soll. Das Mittel wurde aus einem chinesischen Kraut isoliert und unterdrückt den Lebenszyklus des Virus an bestimmten Stellen. Die Ursprungspflanze stammt aus der chinesischen Kräutermedizin und wächst in Regionen Taiwans und Südchinas. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird es verwendet, um Halsschmerzen und Entzündungen zu behandeln. Erste Studien mit dem Extrakt der Pflanze an menschlichen Leberzellen in vitro deuten darauf hin, dass SBEL1 die HCV-Aktivität zu ungefähr 90 Prozent hemmen kann.

Dieses Ergebnis wurde jetzt beim Internationalen Leber-Kongress in London vorgestellt. "In der Vergangenheit konnten weniger als 20 Prozent aller HCV-Patienten behandelt werden, da die verfügbaren Methoden aufgrund schlechter Wirksamkeit und hoher Toxizität ungeeignet waren. Die jüngsten Fortschritte bedeuten, dass wir HCV praktisch ohne unangenehme Nebenwirkungen heilen könnten“, sagt Markus Peck-Radosavljevic von der MedUni Wien. Menschen mit Hepatitis C können schwere Leberschäden entwickeln, darunter auch Leberkrebs und Leberzirrhose.

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