Der kleine Lasse lauscht über große Kopfhörer auf seinem kleinen Kopf einer Hörbuch-CD auf der Leipziger Buchmesse 2007, aufgenommen am Donnerstag (22.03.2007). Vor acht Jahren führte die Leipziger Buchmesse den Themenschwerpunkt "Hörbuch" ein. Bis zum Sonntag (25.03.2007) präsentieren über 2.000 Verlage aus 36 Ländern auf fast 63.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihre Frühjahrs- und Neuerscheinungen. Foto: Arno Burgi dpa/lsn +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Wissen und Gesundheit
04/26/2016

Babys lernen schneller durch Musik

Warum rhythmische Abläufe dafür verantwortlich sind.

Musik dürfte einen größeren Einfluss auf die Entwicklung von Babys haben als bisher gedacht. Zu diesem Schluss kamen Forscher am Washington's Institute for Learning & Brain Sciences (I-LABS). Das hat schon sehr früh Auswirkungen auf die Sprachentwicklung, schreiben die Forscher in ihrer Studie, die im Magazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht wurde.

Babys lernen durch viele Eindrücke

Der Hintergrund: Ähnlich wie Musik hat auch Sprache einen starken Rhythmus, durch die Abfolge der Silben kann der Zuhörer die unterschiedlichen Sprachsilben von anderen erkennen, einordnen - und versteht das Gesprochene.Um das zu erlernen, erforschen Kinder schon von Beginn an eine komplexe Welt aus Geräuschen und anderen Eindrücken wie Licht und anderen Erfahrungen. "Die Sensationen wechseln sich kontinuierlich ab", so die Wissenschaftler. Man wisse bereits, dass Babys von einer enormen Fülle an Eindrücken lernen.

Einen Monat lang beobachtete das Team um Christiana Zhao, wie sich insgesamt 39 neun Monate alte Babys verhielten. Sie absolvierten regelmäßig zwölf- bis 15-minütige Spieleinheiten mit ihren Eltern. Eine Gruppe wurde dabei angeleitet, im Takt der gehörten Musik (Kinderlieder) nachzuschlagen. Die Babys mussten die Aktivitätsmuster erkennen und vorhersagen, was als nächstes kommt. Die andere Gruppe erhielt nur Spielzeug, aber keine Musik.

Im Anschluss wurden Gehirnscans angefertigt, bei denen den Babys unterschiedliche Intervalle von Musik und gesprochenen Tönen vorgespielt wurden. Bei der Analyse der Scans zeigte sich, dass die Gehirne der Babys aus der Musikgruppe eine stärkere Antwort auf die Impulse zeigten. Das zeige, dass vor allem rhythmische Einflüsse in Musik die Fähigkeit verbessern dürften, das Gehörte besser zu verarbeiten und einzuordnen - und daraus zu lernen.

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