© Rudie - Fotolia/Rudie/Fotolia

weniger stress
10/21/2015

6 Tipps, die Multitasking erträglicher machen

So gelingt es, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, ohne dabei gestresst zu sein.

Multitasking ist Gift fürs Gehirn. Wer an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet, ist ineffektiv. Wenige, dafür längere Pausen sind besser als häufige, kurze. Das sind nur ein paar der Halbwahrheiten, die rund um Multitasking bestehen. Der deutsche Psychologie-Professor Andreas Zimber von der Hochschule Heidelberg möchte damit aufräumen. "Multitasking gehört heute in den meisten Jobs zum Alltag. Durch die Informationsflut auf allen Kanälen sind die Anforderungen gestiegen", erklärt Zimber.

Multitasking, also die Fähigkeit, mehrere Medien gleichzeitig zu bedienen, Gespräche zu führen und den Lärm drum herum auszuschalten, sei oftmals unvermeidlich. Zimber: "Wir brauchen deshalb eine entspanntere Diskussion darüber und müssen uns mit der Bewältigung und den Folgen auseinandersetzen. Nicht das Multitasking an sich ist schädlich, sondern es kommt darauf an, wie man damit umgeht."

Dafür hat Zimber sechs Tipps:

1. Routinen helfen

Nur Aufgaben zeitgleich machen, die sich stark vereinfachen lassen. Beispiel: Beim Telefonieren offensichtliche Spam-Mails löschen, in der Warteschleife am Telefon kürzere Mails lesen. Ansonsten besser eins nach dem anderen erledigen.

2. Gute Planung

Aufgaben, die man in ein bis zwei Minuten erledigen kann, sollte man sofort in Angriff nehmen. Andere besser notieren und für einen späteren Zeitpunkt aufheben. Dazu brauche es sorgfältige Selbstorganisation. Den Aufwand dafür sollte man nicht scheuen, meint Zimber.

3. Tätigkeiten bündeln

Suchen Sie sich ein Zeitfenster, in dem Sie alle Mails bearbeiten. Wenn Sie dann eine andere Aufgabe vor sich haben, schalten Sie die Mailbox ab und nach Möglichkeit das Telefon auf einen Anrufbeantworter. Zimber empfiehlt auch ein „Nicht-Stören-Schild“ an der Tür für konzentrierteres Arbeiten und weniger Unterbrechungen.

4. Abwechslung belebt

Zwischen herausfordernden Arbeiten sollten immer wieder anspruchslosere Tätigkeiten geschoben werden, etwa Kopieren, Aufräumen oder Abheften. Das führe insgesamt zu einer besseren Leistungsfähigkeit.

5. Lieber häufiger kurze Pausen

Entgegen der verbreiteten Meinung, dass erst drei Wochen Urlaub zu Erholung führen, kann auch schon eine Woche genügen. Besser häufige, kurze Pausen als wenige, lange, rät Zimber. Die kurzen Pausen sollten allerdings nicht mit Aktivitäten vollgestopft sein.

6. Arbeit nicht nachhause mitnehmen

Mails und Anrufe stören das Privatleben. Sie sollten in der Arbeit bleiben, denn die freie Zeit ist notwendig, um sich zu erholen.

Buchtipp:

"Multitasking. Komplexe Anforderungen im Arbeitsalltag verstehen, bewerten und bewältigen" von Prof. Dr. Andreas Zimber und Prof. Dr. Thomas Rigotti. Erschienen im Hogrefe Verlag, 29,95 Euro.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.