Zentral-und Osteuropa: Um 14 Prozent weniger Firmenpleiten im Vorjahr

Wiener Neudorfer Unternehmen schlitterte in die Pleite.
Mit einem 50-prozentigen Insolvenz-Rückgang übernahm Rumänien 2015 die Vorreiterrolle der CEE-Länder.


Für Zentral- und Osteuropa (CEE) hätten die Geschäfte 2015 nicht besser laufen können: Die Zahl der Insolvenzen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um satte 14 Prozent, wie aus einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Coface hervorgeht. Demnach sank in neun von 13 untersuchten CEE-Länder die Zahlungsunfähigkeit der Unternehmen. Von der positiven Entwicklung profitierte demanch auch Österreich, da rund 18 Prozent der heimischen Exporte in diese Region gehen.

Regionale Unterschiede

Das Ziel, auf das Vorkrisenniveau 2008 zu kommen, wurde jedoch nur von der Slowakei und Rumänien erreicht. Letzteres verzeichnete mit einem Minus von 50 Prozent den kräftigsten Rückgang an Insolvenzen. In der Ukraine hingegen legte die Anzahl der Pleiten wegen anhaltender Rezession infolge des politischen Konflikts mit Russland um 20,8 Prozent zu. Auch Littauen verzeichnete Insolvenzen im zweistelligen Bereich.

2016 wird geringerer Rückgang erwartet

Das regionale Wirtschaftswachstum, das nach einem 2,6-prozentigem BIP-Anstieg im Vorjahr bei 3,3 Prozent lag, ist vor allem auf den Privatkonsum zurückzuführen. Ebenso wird die Exportwirtschaft durch die Erholung des Haupthandelspartner Eurozone angekurbelt. Für 2016 rechnet man seitens des Kreditversicherers Coface mit einem Rückgang von 5,3 Prozent. Durch den langsamen Start EU-kofinanzierter Projekte würde der Beitrag der Investitionen weniger stark ausfallen, meint Coface-Chef-Ökonome Grzegorz Sielewicz.

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