Wirtschaft 05.12.2011

Zahlen zur Schuldenkrise in Griechenland

12 Milliarden Euro an Mehrwertsteuer entgehen Athen jährlich durch Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft.

41.000
Euro So hoch ist das Durchschnitts-Einkommen (brutto pro Jahr) in der staatlichen Energiewirtschaft in Griechenland. Beschäftigte in der griechischen Privatwirtschaft bekommen um 20.000 Euro weniger. Die elf Energie-Staatsbetriebe sind übrigens alle defizitär.

12
Milliarden Euro So viel an Mehrwertsteuer entgeht dem griechischen Staat jährlich durch Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft. Diese Summe entspricht der Hälfte des Budgetdefizits. Mehr Steuerehrlichkeit würde die griechische Budgetnot deutlich reduzieren.

5000
Privatpersonen Nur rund so viele Griechen geben ein Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro an. Scharen an z. B. Ärzten oder Anwälten verdienen angeblich weniger als Angestellte in der Privatwirtschaft. Teilweise wurden Einkommen unterhalb des Existenzminimums deklariert. Dieser Steuerhinterziehung wurde der Kampf angesagt. Jetzt werden etwa die Nutzer von Luxusautos vermehrt kontrolliert. Steuerfahnder verwenden Google-Earth, um nicht deklarierte Swimmingpools zu finden.

160
Prozent Diese Höhe, gemessen an der Wirtschaftsleistung des Landes, wird die Staatsverschuldung Griechenlands heuer erreichen. Laut Schätzungen wird der Schuldenstand im kommenden Jahr die Marke von 170 Prozent des Bruttoinlandsproduktes übersteigen.

100
Milliarden Euro Diese Summe hat die griechische Finanzwelt - von Banken über Pensionsversicherungen bis zu Pensionskassen - in Staatsanleihen ihres Landes investiert. Würde ein Schuldenerlass beschlossen, müssten griechische Institute gerettet werden. Auch das Pensionssystem wäre in Gefahr.

23
Prozent So hoch ist mittlerweile der Mehrwertsteuersatz in Griechenland. Als Teil eines ersten Sparpakets wurde die Steuer Mitte März 2010 von 19 auf 21 Prozent angehoben. Zwei Monate darauf wurde der Satz nochmals erhöht. Auch die Steuern auf Tabak oder Sprit stiegen.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011