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Grill-Angebote im Test: Warum der WWF jetzt Alarm schlägt

Von insgesamt 325 beworbenen Angeboten ist rund ein Drittel aus dem Ausland oder ohne österreichische Herkunftskennzeichnung.
grillen

Die Grillsaison wird im Handel weiterhin mit Billigfleisch beworben. So lautet das Resümee der Umweltschutzorganisation WWF nach ihrem aktuellen "Grillfleisch-Check", für den die Flugblätter der großen Supermarktketten ausgewertet wurden. Von insgesamt 325 beworbenen Grillfleischprodukten kam demnach rund ein Drittel aus dem Ausland oder trug keine österreichische Herkunftskennzeichnung, hieß es am Freitag in einer Aussendung.

Zugleich stammen 95 Prozent der Angebote aus konventioneller Produktion, nur fünf Prozent sind Bio-Produkte. "Regionale Bio-Produkte und pflanzliche Alternativen spielen dagegen kaum eine Rolle. Das sendet die falschen Signale in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise", kritisierte Dominik Heizmann vom WWF. 

Als ein "Musterbeispiel" wurde ein importiertes grillfertiges Huhn genannt, das um 2,99 Euro pro Kilogramm zu haben war. "Die österreichische Landwirtschaft, das Tierwohl und die Umweltfolgen bleiben dabei unweigerlich auf der Strecke."

Pflanzliche Alternativen vermisst

Zudem vermisste der WWF pflanzliche Fleisch-Alternativen: "Von insgesamt 334 analysierten Grillprodukten in den Flugblättern waren lediglich neun derartige Angebote, das entspricht rund drei Prozent." Besonders kritisch bewertete der WWF die lückenhafte Herkunfts- und Haltungskennzeichnung bei vielen Grillprodukten. Vor allem bei verarbeiteten Produkten wie Würstchen fehlt häufig eine nachvollziehbare Herkunftsangabe. Diese Lücken bei der Kennzeichnung seien nicht mehr zeitgemäß", so Heizmann. 

Für die Analyse hat der WWF die Flugblätter von Billa, Billa Plus, Spar, Lidl, Penny und Hofer im Zeitraum 18. bis 31. Mai 2026 ausgewertet.

Als Konsequenz aus dem Check forderte die NGO von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) eine verpflichtende und lückenlose Kennzeichnung von Herkunft und Haltung für alle Fleischprodukte durchzusetzen. Außerdem solle der Handel Importfleisch mit niedrigen Umweltstandards schrittweise aus dem Sortiment nehmen und sein Angebot an regionalen Bio-Produkten sowie pflanzlichen Alternativen ausbauen.

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